Dr. Julia Freudenberg und die Idee, dass jedes Kind programmieren können sollte

Dr. Julia Freudenberg ist eine Frau, die Dinge in Bewegung bringt. Wer ihr zuhört, merkt schnell, dass es ihr nicht um Technik an sich geht. Es geht ihr um Kinder. Um die Frage, wie junge Menschen in einer digitalen Welt Orientierung finden können, ohne überfordert zu werden, und wie Bildung ihnen Sicherheit und Selbstvertrauen gibt.

Julia Freudenberg / Hacker School (Foto: Julia Mittelhamm Fotos)

Warum digitale Bildung für sie persönlich ist

Julia Freudenberg ist Geschäftsführerin der Hacker School und eine der prägenden Stimmen für digitale Bildung in Deutschland. Sie spricht darüber, warum Kinder früh verstehen sollten, wie digitale Technologien funktionieren, und warum Lernen dabei ohne Leistungsdruck stattfinden muss. Digitale Bildung ist für sie kein abstraktes Konzept, sondern etwas, das Kinder im Alltag stärkt oder verunsichert, je nachdem, wie wir es gestalten.

Als Mutter von zwei Kindern kennt sie die Fragen vieler Eltern aus eigener Erfahrung. Sie weiß, wie früh digitale Themen im Familienleben auftauchen und wie schnell Unsicherheit entsteht, wenn Orientierung fehlt. Diese Perspektive prägt ihre Arbeit und ihren Blick auf Bildung.

Die Idee hinter der Hacker School

Aus dieser Haltung heraus arbeitet die Hacker School. Die gemeinnützige Organisation verfolgt ein klares Ziel: Jedes Kind soll einmal programmiert haben, bevor es sich später für einen Berufsweg entscheidet. Dabei geht es nicht darum, aus allen Kindern IT-Fachkräfte zu machen, sondern ihnen ein Grundverständnis für die digitale Welt zu ermöglichen und ihnen zu zeigen, dass sie diese aktiv mitgestalten können.

Lernen ohne Noten und ohne Druck

Die Kurse der Hacker School finden meist direkt in Schulen statt, online oder vor Ort. Sie sind freiwillig und bewusst ohne Noten oder Bewertungen gestaltet. Kinder dürfen ausprobieren, Fehler machen und neugierig sein. Begleitet werden sie von Menschen, die in der IT arbeiten, von Auszubildenden und von Studierenden, die aus ihrem Alltag berichten und Technik greifbar machen.

Chancengleichheit als Grundhaltung

Ein zentraler Punkt der Arbeit ist die Chancengleichheit. Julia Freudenberg legt großen Wert darauf, dass Mädchen genauso erreicht werden wie Jungen und dass Kinder unabhängig von Herkunft oder familiärem Hintergrund Zugang zu digitaler Bildung bekommen. Digitale Kompetenzen entscheiden heute über Teilhabe und Zukunftschancen. Deshalb arbeitet die Hacker School gezielt daran, Hürden abzubauen und Kinder zu ermutigen.

Julia Freudenberg (Foto: Julia Mittelhamm Fotos)

Vernetzen, sichtbar machen, überzeugen

Neben ihrer inhaltlichen Arbeit ist Julia Freudenberg eine starke Netzwerkerin. Sie bringt Unternehmen, Hochschulen, Schulen und politische Akteure zusammen, um digitale Bildung langfristig zu verankern. Sie spricht auf Events, gewinnt Partner und Förderer und trägt die Idee der Hacker School mit großer Überzeugung nach außen. Häufig ist sie dabei im Hacker School-Hoodie zu sehen oder im Sommer im passenden T Shirt, was zu ihrem persönlichen Markenzeichen geworden ist.

Warum Julia so gut zu Medienzeit passt

Bei Medienzeit geht es darum, Kinder im digitalen Alltag zu begleiten und Eltern Orientierung zu geben. Die Hacker School passt genau in diesen Gedanken. Sie zeigt, dass digitale Bildung verständlich, niedrigschwellig und ohne Druck funktionieren kann. Dr. Julia Freudenberg und ihr Team geben Kindern etwas sehr Wertvolles mit: das Gefühl, dass Technik kein Fremdkörper ist, sondern etwas, das sie verstehen und selbst nutzen dürfen. Genau das brauchen Kinder heute. Und Eltern auch.


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