Medien und Berichte
Fast jedes fünfte internetnutzende Kind zwischen 12 und 17 Jahren in 21 untersuchten Ländern hat innerhalb eines Jahres digital ermöglichten sexuellen Missbrauch oder sexuelle Ausbeutung erlebt. Mehr als vier von zehn Betroffenen erzählten niemandem davon.
Die Expertenkommission zum digitalen Kinder- und Jugendschutz hat ihren Abschlussbericht vorgelegt. 56 Empfehlungen reichen von Alterskontrollen und sicheren Social-Media-Accounts über smartphonefreie Schulen bis zu KI, Deepfakes und Kinderärzten. Besonders diskutiert wird eine mögliche Altersgrenze von 13 Jahren. Wir erklären, was tatsächlich vorgeschlagen wird und warum uns diese Grenze zu niedrig ist.
Vier Familien aus den USA verklagen Meta, TikTok, Snapchat und YouTube nach dem Suizid ihrer Kinder. Die Klage richtet sich vor allem gegen Plattformfunktionen, die junge Menschen möglichst lange binden sollen.
Drei Wochen lang kein TikTok, keine Gruppenchats, keine Spiele und keine ständigen Benachrichtigungen. Rund 100 Schülerinnen und Schüler einer Gesamtschule in Rheinland-Pfalz haben sich auf diesen Versuch eingelassen. Nach drei Wochen berichteten die Jugendlichen ohne Smartphone von besserer Stimmung, mehr Energie und weniger Traurigkeit.
Kinder wachsen in digitalen Räumen auf, die kaum auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet sind. Jeannette Deckers fordert deshalb Social Media erst ab 16 – und erklärt in ihrem neuen Buch „Schutzlos digital“, warum auch bei KI, Games und Messengern strengere Regeln notwendig sind.
Meta zahlt Milliarden und muss Instagram und Facebook für Jugendliche verändern. Trotzdem ist der Vergleich für den Konzern ein Erfolg, denn ein Urteil über seine Verantwortung, ein Schuldeingeständnis und ein weltweit nutzbarer Präzedenzfall bleiben aus.
Bei Straftaten mit jugendpornografischen Inhalten waren 2025 rund 46 Prozent der registrierten Tatverdächtigen selbst zwischen 14 und 17 Jahre alt. Die aktuellen Zahlen zeigen, wie schnell Jugendliche durch das Speichern oder Weiterleiten entsprechender Bilder in strafrechtlich relevante Situationen geraten können.
Die neue U10 für Neun- bis Zehnjährige nimmt künftig auch den digitalen Medienkonsum in den Blick. Medienzeit begrüßt diesen Schritt, fordert aber eine standardisierte und anonymisiert ausgewertete Erfassung in allen U-Untersuchungen. Nur so entstehen endlich belastbare Daten, auf die Politik reagieren muss.
Selbsternannte „Pedo-Hunter“ locken mutmaßliche Täter in Fallen, filmen die Konfrontationen und erreichen damit ein Millionenpublikum. Die neue Y-Kollektiv-Dokumentation zeigt, wie aus vermeintlichem Kinderschutz Selbstjustiz werden kann und weshalb Ermittlungsbehörden vor solchen Aktionen warnen.
Die Expertenkommission der Bundesregierung hat ihren Abschlussbericht zum Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt veröffentlicht. Darin finden sich 56 Empfehlungen zu Social Media, Smartphones, Künstlicher Intelligenz, Altersgrenzen und Plattformregulierung. Wir stellen alle Empfehlungen vollständig vor und ordnen ein, welche Auswirkungen sie für Eltern und Kinder haben.
Facebook, Instagram, Snapchat, TikTok und YouTube schützen Minderjährige nach Einschätzung der Verbraucherzentrale nicht ausreichend. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, wie leicht Schutzfunktionen umgangen werden können und warum die bestehenden Regeln offenbar nicht ausreichen.
Ein offener Brief an die Bundesregierung fordert, die Gesundheit und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen bei politischen Entscheidungen rund um soziale Medien stärker zu berücksichtigen. Warum wir den Aufruf unterstützen und weshalb Aufklärung und Schutz gemeinsam gedacht werden müssen.
Die Union will soziale Netzwerke künftig nach ihrem Risiko bewerten und daraus unterschiedliche Altersgrenzen ableiten. Was zunächst differenziert klingt, wirft viele Fragen auf. Aus Sicht von Eltern wirkt der Vorschlag vor allem kompliziert und liefert wenig Orientierung für den Alltag.
Psychotherapeuten schlagen Alarm. In einer aktuellen Resolution fordern sie Altersgrenzen für Social Media, strengere Schutzmaßnahmen auf Plattformen und mehr Unterstützung für Familien.
Bayern reagiert auf die wachsenden Sorgen rund um Smartphones und soziale Medien. Die neue Agenda benennt Risiken wie Schlafstörungen, psychische Belastungen und Konzentrationsprobleme ungewöhnlich deutlich. Doch reichen Aufklärung, Medienkompetenz und Handybeschränkungen bis Klasse 7 aus, um Kinder wirksam zu schützen? Ein Blick auf die Stärken und Schwächen der neuen Strategie.
Die Bildungsministerkonferenz beschreibt Risiken von Social Media und KI für Kinder und Jugendliche erstaunlich deutlich. Problematische Nutzungsmuster, psychische Belastungen, Cybermobbing und Radikalisierung werden offen benannt. Warum die vorgeschlagenen Maßnahmen aus Sicht des Kinderschutzes zu kurz greifen.
Was passiert, wenn Kinder weniger Zeit am Bildschirm verbringen und stattdessen mehr echte Abenteuer erleben? Das Buch „Generation Glücklich“ von Jonathan Haidt und Catherine Price richtet sich direkt an junge Leserinnen und Leser und zeigt altersgerecht, warum Freundschaften, Bewegung und gemeinsame Erlebnisse oft glücklicher machen als endloses Scrollen.
Im Podcast „Schutzraum – Unsere digitale Zukunft“ spreche ich mit Hanno Lenz über die digitale Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Wir sprechen über smartphonefreie Schulen, Klassenchats, Social Media, künstliche Intelligenz und die Frage, wie Eltern ihre Kinder in einer Welt begleiten können, die sich schneller verändert als je zuvor.
72.000 Jugendliche meldeten sich für ein Smartphone-Experiment an. Die Ergebnisse nach drei Wochen ohne Handy überraschten selbst die Forschenden. Schlafprobleme gingen zurück, depressive Symptome verbesserten sich deutlich und viele Jugendliche berichteten erstmals seit Langem von mehr Ruhe im Kopf.
Ein emotionales Video aus Kanada bewegt gerade weltweit Eltern. Die Kampagne zeigt, warum sich Familien im digitalen Alltag zunehmend machtlos fühlen und weshalb Deutschland dringend eine große Aufklärungskampagne zum digitalen Kinderschutz braucht.
Der neue Jahresbericht von jugendschutz.net zeigt, wie stark sich die digitale Realität von Kindern verändert hat. KI-Chatbots, Discord, TikTok, WhatsApp und Spotify schaffen neue Risiken, die Eltern, Schulen und Politik nicht länger unterschätzen dürfen.
Viele wichtige Informationen zur digitalen Welt unserer Kinder gehen im Alltag unter oder werden gar nicht erst wahrgenommen. Mit unserem WhatsApp-Channel bekommst du diese Inhalte direkt aufs Handy, klar erklärt, verständlich aufbereitet und jederzeit griffbereit.
Fast alle Eltern kennen es. Das eigene Kind ist noch keine 13 und plötzlich ist Instagram da. Ein falsches Geburtsdatum reicht. Jetzt wird die EU deutlich: Facebook und Instagram schützen Kinder nicht ausreichend. Altersgrenzen existieren, greifen aber nicht. Was das konkret bedeutet, warum die Risiken größer sind als viele denken und welche Haltung wir daraus ableiten sollten.
Sollten Smartphones in der Schule erlaubt sein? Diese Frage wird weltweit immer intensiver diskutiert. Kinderpsychiater, Pädagogen und Bildungsforscher warnen zunehmend vor den Auswirkungen auf Konzentration, Lernumgebung und das soziale Miteinander. Warum immer mehr Experten smartphonefreie Schulen fordern und welche internationalen Entwicklungen es gibt, zeigt dieser Überblick.
Die Expertenkommission hat ihren Bericht zum digitalen Jugendschutz vorgelegt. Er zeigt, wo Kinder heute im Netz stehen und warum einfache Antworten nicht ausreichen. Gleichzeitig macht er deutlich, dass Schutz, Teilhabe und klare Regeln zusammen gedacht werden müssen.
Kinder lernen heute oft in 15-Sekunden-Häppchen. Was harmlos klingt, verändert ihr Gehirn nachhaltig. Warum Dauer-Scrollen Aufmerksamkeit, Empathie und echtes Lernen erschwert und was Eltern jetzt verstehen müssen.
Während andere Länder handeln, diskutiert Deutschland weiter über rechtliche Hürden. Ein aktuelles Gutachten zeigt, warum ein Social-Media-Verbot für Kinder angeblich schwer umzusetzen ist.
Doch während wir über Zuständigkeiten sprechen, wachsen unsere Kinder längst in digitalen Räumen auf, die nicht für sie gemacht sind.
Das Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige in Australien zeigt Wirkung! Das Ergebnis nach den ersten Monaten? Fast 4,7 Millionen gelöschte Accounts. Jakob Kreiner hat sich für uns angeschaut, ob das "Experiment" wirklich unseren Alltag als Eltern entlastet – und wo die Tücken liegen.
Ein US-Gericht verurteilt Meta zu einer Millionenstrafe wegen mangelnden Kinderschutzes. Der Fall zeigt, wie groß die Risiken für Kinder im Netz sind und warum Eltern das Thema aktiv mit ihren Kindern besprechen sollten.
47 Prozent der befragten 16- bis 24-jährigen Frauen in Großbritannien berichten von Onlinegewalt. Es geht um weit mehr als intime Bilder – und um die Frage, wer Betroffenen wirklich hilft.