Liebe Eltern,

wir alle erleben es jeden Tag: Unsere Kinder wachsen mit Handys, Spielen, Social Media und KI auf – oft schneller, als wir selbst Schritt halten können. Manchmal ist das spannend, manchmal macht es uns Sorgen oder wir haben Fragen.

Medienzeit ist ein Ort, an dem wir diese Themen gemeinsam anschauen. Von Eltern für Eltern – zum Teilen, Nachfragen und Mitreden.

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Es beginnt alles mit einer Idee – und sie wächst, wenn Menschen darüber sprechen. Erzähle Freundinnen und Freunden, Bekannten oder in deiner Schule und Kita von Medienzeit. Teile unsere Beiträge in sozialen Netzwerken oder schicke sie an andere Eltern, die von unseren Inhalten profitieren könnten.

Jede Empfehlung macht einen Unterschied und hilft, dass immer mehr Familien von Medienzeit erfahren. Gemeinsam können wir etwas bewegen.

Häufige Fragen zu Kindern, Smartphones, KI & Social Media

  • Ab welchem Alter sollte mein Kind ein Smartphone haben?

    Ein bestimmter Geburtstag macht ein Kind nicht automatisch bereit für ein eigenes Smartphone. Entscheidend ist, ob es Regeln einhalten, persönliche Daten schützen, problematische Kontakte erkennen und bei Schwierigkeiten Hilfe holen kann. Für Medienzeit gilt: Ein eigenes, frei nutzbares Smartphone möglichst spät einführen und den Einstieg aktiv begleiten. Wenn es zunächst nur um Erreichbarkeit geht, kann ein einfaches Telefon ohne Internet ausreichen. Prüft gemeinsam, welche Funktionen euer Kind wirklich braucht und welche Verantwortung es schon übernehmen kann.

  • Wie viel Bildschirmzeit ist in welchem Alter noch okay?

    Eine einzige Minutenregel passt nicht zu allen Kindern. Alter, Entwicklungsstand, Inhalte und die Situation im Alltag spielen zusammen. Schlaf, Bewegung, Schule, Freundschaften und gemeinsame Zeit dürfen nicht regelmäßig zu kurz kommen. Vereinbart deshalb überschaubare Medienzeiten, Pausen und bildschirmfreie Situationen – und überprüft gemeinsam, ob die Absprachen funktionieren. Altersbezogene Empfehlungen helfen bei der Orientierung, ersetzen aber nicht den Blick auf das einzelne Kind.

    Weiterlesen: Medienerziehung und Familienregeln beim Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit.

  • Helfen Kindersicherungen wirklich?

    Kindersicherungen sind nützlich, aber nicht wasserdicht. Kinder finden oft Wege, Sperren zu umgehen. Entscheidend bleibt das Gespräch und gemeinsame Regeln.

  • Ab wann sollte mein Kind Social Media nutzen?

    Je später, desto besser. Das Mindestalter in den Nutzungsbedingungen einer Plattform ist keine pädagogische Empfehlung und kein Sicherheitsversprechen. Medienzeit setzt sich für einen möglichst späten Einstieg und für Social Media ab 16 Jahren ein. Das ist unsere redaktionelle Position, keine allgemeingültige gesetzliche Altersgrenze. Auch ab 16 braucht es passende Privatsphäre-Einstellungen, klare Absprachen und Erwachsene, die bei unangenehmen Kontakten oder Inhalten ansprechbar bleiben. Prüft vor einer Anmeldung außerdem die aktuellen Bedingungen der jeweiligen Plattform.

  • Ist TikTok gefährlich für Kinder?

    TikTok kann unterhalten und kreative Ideen vermitteln. Gleichzeitig können Kinder mit ungeeigneten Videos, Werbung oder unerwünschten Kontakten in Berührung kommen. Ein individuell zusammengestellter Feed macht es Eltern schwer, die tatsächlich angezeigten Inhalte von außen zu überblicken. Medienzeit empfiehlt deshalb einen möglichst späten Einstieg und vertritt die Position „Social Media ab 16“. Wenn Jugendliche TikTok bereits nutzen, sollten Eltern gemeinsam mit ihnen die Schutzfunktionen prüfen, über ihre Erfahrungen sprechen und das Melden und Blockieren üben. Schutzfunktionen können Risiken verringern, aber nicht vollständig ausschließen.

    Anbieterinformationen zu den Privatsphäre- und Sicherheitseinstellungen für Jugendliche.

  • Soll ich meinem Kind Instagram erlauben?

    Eine Erlaubnis sollte nicht allein vom Wunsch des Kindes oder vom Mindestalter der Plattform abhängen. Medienzeit empfiehlt, den Einstieg möglichst lange hinauszuzögern, und setzt sich für Social Media ab 16 Jahren ein. Das ist unsere Position, kein Versprechen, dass die Nutzung ab diesem Alter unproblematisch ist. Wenn dein Kind Instagram bereits nutzt, schaut gemeinsam auf Kontoschutz, Kontaktmöglichkeiten und die Sichtbarkeit persönlicher Inhalte. Sprecht darüber, was es veröffentlichen möchte, wie es mit unangenehmen Nachrichten umgeht und wann es Unterstützung braucht.

    Informationen und Schutzhinweise: Instagram bei klicksafe.

  • Was ist so schlimm an Spielen wie Fortnite oder Roblox?

    Sie können Spaß machen, bergen aber auch Risiken wie hohe Bildschirmzeit, In-App-Käufe oder Kontakt mit Fremden. Wir haben etliche Artikel zu Spielen verfasst, die eine Orientierung geben. Wichtig ist eine gute Balance zwischen Spielen und Offline-Zeit.

  • Wie erkenne ich, ob mein Kind spielsüchtig wird?

    Warnzeichen sind Rückzug, Reizbarkeit ohne Spiele oder vernachlässigte Hobbys. Wenn das Spiel das Leben deines Kindes bestimmt, ist Handeln nötig.

  • Welche Spiele sind für Kinder empfehlenswert?

    USK-Alterskennzeichen sind eine wichtige Orientierung für den Jugendschutz. Im regulären Prüfverfahren wirken Jugendschutzsachverständige mit, die von der USK und der Games-Branche unabhängig sind. Eine Altersfreigabe ist jedoch keine pädagogische Empfehlung und bedeutet nicht, dass jedes Kind dieses Alters mit einem Spiel gut zurechtkommt. Achte zusätzlich auf Hinweise zu Chats, Käufen und anderen Nutzungsrisiken. Schau dir das konkrete Spiel an, probiert es möglichst gemeinsam aus und berücksichtigt die Erfahrungen und Bedürfnisse deines Kindes.

    So funktioniert das reguläre Prüfverfahren der USK.

  • Wie kann ich Cybermobbing erkennen und was kann ich tun?

    Achte auf Veränderungen im Verhalten: Rückzug, Traurigkeit oder Angst vor dem Handy. Wichtig: zuhören, ernst nehmen, mit Schule oder Beratungsstellen sprechen.

  • Was ist Cybergrooming und wie schütze ich mein Kind davor?

    Dabei versuchen Erwachsene, über Chats Kontakt zu Kindern aufzubauen. Schutz: Privatsphäre-Einstellungen nutzen, Kinder sensibilisieren und offen über Risiken sprechen.

  • Wie verhindere ich, dass mein Kind auf Gewalt- oder Sex-Inhalte stößt?

    Hundertprozentiger Schutz ist kaum möglich. Aber: Filter, Kindersicherungen und gemeinsame Nutzung helfen. Entscheidend ist, dass Kinder wissen, dass sie sich jederzeit an dich wenden können.

  • Soll ich die Geräte meines Kindes kontrollieren?

    Kontrolle allein bringt wenig. Besser sind gemeinsame Absprachen, Vertrauen und offene Gespräche. Kinder sollten wissen, dass du im Notfall Einsicht nehmen kannst.

  • Wie spreche ich mit meinem Kind über problematische Inhalte?

    Bleib ruhig, höre zu und verurteile nicht sofort. Frag nach: „Was denkst du darüber?“ So entsteht Vertrauen, statt dass dein Kind dichtmacht.

  • Welche Regeln helfen im Familienalltag?

    Beliebt sind Handyfreie Zeiten (z. B. beim Essen), feste Bildschirmzeiten und klare Absprachen zur App-Nutzung. Wichtig: Regeln gelten auch für Erwachsene.