Julia von Weiler – seit vielen Jahren eine Stimme für den Kinderschutz

Porträtfoto von Julia von Weiler vor neutralem Hintergrund, freundlicher und klarer Blick, professionelle Darstellung für den Medienzeit Elternblog.

Julia von Weiler (Foto: Regina Lichtenstein)

Wer Julia von Weiler begegnet, merkt schnell, dass sie Kinderschutz aus der Praxis denkt. Sie arbeitet seit 1991 im Kinderschutz – zuerst viele Jahre in der stationären Jugendhilfe, später als Psychologin, Expertin für digitale Risiken und langjährige Geschäftsführerin von Innocence in Danger e. V. Diese beruflichen Erfahrungen prägen ihren Blick darauf, wie Kinder wirklich leben, welche Belastungen Familien tragen und welche Schutzkonzepte im Alltag funktionieren.

Sie hat maßgeblich mit beeinflusst, wie in Deutschland über sexualisierte Gewalt, digitale Gefährdungen und institutionelle Verantwortung gesprochen wird. Ihr Ansatz ist klar: Kinder brauchen Erwachsene, die Strukturen verstehen – und verändern. Sie verbindet fachliche Konsequenz mit politischem Gespür und einem wachen Blick auf das, was Kinder gefährdet. 

Pionierin im digitalen Kinderschutz

Von 2003 bis 2025 leitete Julia von Weiler Innocence in Danger e. V., eine der ersten Organisationen in Deutschland, die sexualisierte Gewalt im digitalen Raum systematisch untersucht hat. In dieser Zeit entstanden Projekte wie Klick Clever, Stoppt Sharegewalt, Smart User und #UNDDU?

Außerdem initiierte sie empirische Studien zur Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen und selbstgenerierten Inhalten – und dazu, wie betroffene Kinder und Jugendliche nach sexualisierter Gewalt im digitalen Raum besser unterstützt werden können.

Foto: ZDF

Beratung für Politik, Bildung und Aufarbeitung

Bis heute berät sie Bundes- und Landespolitik, Behörden, Bildungseinrichtungen und Organisationen, die ihre Schutzkonzepte überprüfen oder weiterentwickeln möchten.

Sie war Expertin im Nationalen Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen, wirkt regelmäßig in parlamentarischen Anhörungen mit und wird von Medien als Expertin gefragt, wenn es um Kinderschutz, digitale Risiken oder strukturelle Verantwortung geht.

Wie sie arbeitet

In ihrer Arbeit verbindet Julia von Weiler Klarheit mit Ruhe. Sie erklärt komplexe Zusammenhänge verständlich, benennt Ursachen und konzentriert sich auf Lösungen, die im Alltag umsetzbar sind.

Wichtig ist ihr, nicht nur einzelne Fälle zu betrachten, sondern die Strukturen dahinter: Macht und Ohnmacht, Kommunikation und Verantwortung – in Familien, Organisationen und digitalen Räumen.

Seit vielen Jahren leben Hunde aus dem Tierschutz an ihrer Seite – ein stiller Reminder dafür, wie Vertrauen entsteht und was Schutz bedeutet.

Julia von Weiler spricht in einem Interview und gestikuliert mit beiden Händen, während sie ein wichtiges Thema erläutert.

Foto: Julia von Weiler

Warum ihre Expertise für Medienzeit wertvoll ist

Medienzeit arbeitet mit Menschen zusammen, die Kinderschutz weiterdenken. Julia von Weiler bringt langjährige Erfahrung aus Jugendhilfe, Prävention, digitaler Sicherheit und Aufarbeitung mit und richtet den Blick auf das, was Kinder heute wirklich brauchen: verlässliche Schutzstandards, klare digitale Rahmenbedingungen und Erwachsene, die Risiken früh erkennen.

Ihre Expertise hilft uns, Themen verständlich einzuordnen, wissenschaftliche Erkenntnisse zugänglich zu machen und Diskussionen so zu führen, dass sie Kindern und Jugendlichen zugutekommen.

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