KISI von Salfeld im Check: Wie gut schützt die Kindersicherung Kinder wirklich?

Stand: 3. Oktober 2026

Ein Leser hat uns gebeten, die KISI-App von Salfeld genauer anzusehen. Die Kindersicherung bietet viele Funktionen für Android-Geräte und Windows-PCs. Eltern können Nutzungszeiten begrenzen, einzelne Apps sperren, Internetseiten filtern und Berichte über die Gerätenutzung einsehen.

Auf den ersten Blick klingt das nach einer umfassenden Absicherung eines Kinder-Smartphones. Bei unserer Recherche zeigte sich allerdings, dass man zwischen verschiedenen Schutzfunktionen unterscheiden muss. KISI bietet viele Möglichkeiten, Regeln für Apps, Nutzungszeiten und Internetseiten festzulegen. Es kann aber nicht zuverlässig beurteilen, welche Videos, Bilder, Nachrichten oder Kontakte einem Kind innerhalb von TikTok, WhatsApp, Snapchat, Roblox, YouTube oder anderen Apps begegnen.

Gerade deshalb lohnt sich ein genauer Blick.

So haben wir geprüft: Dieser Artikel beruht auf der offiziellen Dokumentation von Salfeld, den Herstellerangaben, den Angaben im Google Play Store, Berichten im Netz und den Hilfeseiten der genannten Plattformen. Wir haben KISI dafür nicht auf verschiedenen Kindergeräten im Alltag getestet. Ob einzelne Funktionen auf einem bestimmten Gerät zuverlässig arbeiten und wie viel Akku sie dort verbrauchen, können wir deshalb nicht aus eigener Messung bestätigen.

Mutter und Tochter sehen gemeinsam auf ein Smartphone. Rechts ist die KISI-Geräteübersicht auf einem eingeblendeten Smartphone zu sehen.

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Was ist KISI?

KISI ist die Kindersicherung der Salfeld Computer GmbH aus Reutlingen. Die Software ist für Android-Geräte und Windows-PCs erhältlich. Die Android-App wurde laut Google Play zuletzt am 6. August 2026 aktualisiert.

Die Kindersicherung wird auf dem Gerät des Kindes installiert. Eltern verwalten die Regeln anschließend über ein Webportal oder eine Eltern-App. Sie können auch mehrere Geräte verwalten.

Für iPhones und iPads bietet Salfeld keine entsprechende Kinder-App an. Ein Android- oder Windows-Gerät mit KISI lässt sich zwar über das Webportal auf einem iPhone verwalten. Auf dem iPhone des Kindes selbst stehen die beschriebenen KISI-Funktionen aber nicht zur Verfügung. Dort kommen vor allem Apples eigene Familien- und Bildschirmzeitfunktionen infrage.

Was kann KISI besonders gut?

Die größte Stärke von KISI liegt nach unserer Durchsicht der Funktionen bei den Zeit- und App-Regeln.

Eltern können beispielsweise ein tägliches Gesamtlimit für das Smartphone festlegen, TikTok zusätzlich auf 30 Minuten begrenzen und mehreren Spielen ein gemeinsames Zeitbudget geben. Bestimmte Apps, etwa für Kommunikation oder den Schulweg, können auch nach Ablauf des Gesamtlimits erreichbar bleiben.

Für einzelne Apps sind Tages-, Wochen- oder Monatslimits sowie Sperrzeiten möglich. Mehrere Apps lassen sich zu einer Gruppe zusammenfassen, deren Mitglieder sich ein Zeitbudget teilen.

Eltern können außerdem festlegen, wie KISI mit neu installierten Apps umgeht. Diese lassen sich automatisch erlauben, blockieren oder einer Gruppe zuordnen. Wer neue Apps zunächst blockiert, erschwert beispielsweise den Versuch, einen zusätzlichen Browser zu installieren und damit bestehende Regeln zu umgehen.

Interessant ist die gemeinsame Zeitzählung mehrerer Geräte. Salfeld nennt diese Funktion „Roaming“. Ein Android-Smartphone und ein Windows-PC können dasselbe Zeitkonto nutzen. Die beteiligten Geräte benötigen dafür eine Internetverbindung, damit Zeiten und Regeln abgeglichen werden. Bei fehlender Verbindung sollte man deshalb nicht davon ausgehen, dass ein gerade auf einem Gerät verbrauchtes Limit sofort auf dem anderen berücksichtigt wird.

Die Dokumentation beschreibt umfangreiche Möglichkeiten. Wie zuverlässig die Regeln auf einem konkreten Smartphone greifen, sollten Eltern während der kostenlosen Testphase selbst prüfen.

Wie funktioniert der Webfilter?

Vater und Sohn sprechen am Schreibtisch über die Computernutzung. Rechts ist das KISI-Elternportal auf einem eingeblendeten Laptop zu sehen.

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Bei KISI muss man zwei Verfahren unterscheiden.

Der klassische Webfilter versucht auf Android, die im Browser geöffnete Internetadresse zu erkennen und anhand der eingestellten Regeln zu prüfen. Salfeld empfiehlt dafür Chrome und aktivierte Bedienungshilfen. Weitere Browser werden teilweise unterstützt, die Ergebnisse können jedoch je nach Browser, Gerät und Android-Version abweichen. So lassen sich einzelne Webseiten oder Seiten aus bestimmten Kategorien blockieren.

Zusätzlich bietet Salfeld für Android einen lokalen VPN-Modus an. Dieser filtert auf Ebene der Domainnamen, die Apps und Browser für ihre Verbindungen anfragen. Laut Salfeld wird der Datenverkehr dabei nicht über einen externen VPN-Server umgeleitet. Die Filterung findet auf dem Kindergerät statt.

Der Vorteil: Eine Domainsperre kann dadurch auch außerhalb eines unterstützten Browsers greifen. Das betrifft grundsätzlich ebenfalls Verbindungen, die aus anderen Apps heraus aufgebaut werden.

Der VPN-Modus hat allerdings Voraussetzungen. Android erlaubt jeweils nur einer App, ein lokales VPN bereitzustellen. Wenn bereits eine andere VPN-App verwendet wird oder in den Android-Einstellungen ein privates DNS eingetragen ist, funktioniert der KISI-VPN-Modus laut Salfeld nicht. Neue Domainsperren können außerdem verzögert wirksam werden, weil Android und Browser DNS-Anfragen zwischenspeichern.

Eltern sollten nach der Einrichtung auf dem Kindergerät prüfen, ob die gewünschten Sperren tatsächlich greifen. Auch ein funktionierender Webfilter versteht nicht automatisch die Inhalte, die eine zugelassene App anzeigt.

Funktioniert der Webfilter auch in Vorschau- und In-App-Browsern?

Der klassische Webfilter erfasst solche Ansichten nicht unbedingt zuverlässig. Viele Apps öffnen einen Link in einem integrierten Browser, ohne dass die normale Chrome-App sichtbar gestartet wird.

Der lokale VPN-Modus verbessert die Situation. Er kann grundsätzlich auch eine Domain blockieren, zu der eine App oder ein integrierter Browser eine Verbindung aufbauen möchte. Salfeld beschreibt seine Wirkung als systemweit in nahezu allen installierten Apps.

Das bedeutet nicht, dass KISI jeden Inhalt innerhalb dieser Apps versteht. Ein DNS-Filter erkennt vor allem, zu welcher Domain eine Verbindung aufgebaut werden soll. Er bewertet nicht zuverlässig jeden Text, jedes Bild oder jedes Video innerhalb einer verschlüsselten App-Verbindung.

Außerdem kann das Sperren einer Domain Nebenwirkungen haben. Nutzt eine App dieselbe Domain für unterschiedliche Funktionen, können Teile der App oder die gesamte App nicht mehr wie erwartet funktionieren.

Funktioniert der Filter innerhalb von Games?

Nur eingeschränkt.

KISI kann ein Spiel vollständig blockieren oder seine Nutzungszeit begrenzen. Über den VPN-Webfilter lassen sich gegebenenfalls auch Domains sperren, die das Spiel benötigt. Das kann allerdings dazu führen, dass einzelne Funktionen oder das gesamte Spiel nicht mehr funktionieren.

KISI kann nicht zuverlässig beurteilen, welche Inhalte innerhalb eines Spiels dargestellt werden, wer hinter einem Spielkonto steht oder welche Absicht eine Person im Chat verfolgt.

Roblox ist dafür ein gutes Beispiel. KISI kann die Nutzungszeit der App begrenzen. Es kann aber nicht erkennen, ob jemand versucht, innerhalb von Roblox langsam Vertrauen zu einem Kind aufzubauen.

Und was passiert bei WhatsApp?

Bei WhatsApp kann KISI vor allem festlegen, ob und wie lange die App genutzt werden darf. KISI untersucht Nachrichten nicht automatisch auf Drohungen, Grooming oder andere problematische Inhalte.

Salfeld beschreibt eine zusätzliche Einstellung für Videos, die direkt innerhalb von WhatsApp abgespielt werden. Ein über WhatsApp geöffnetes YouTube-Video kann sonst laufen, obwohl die YouTube-App gesperrt ist. Die Nutzungszeit wird in diesem Fall WhatsApp zugerechnet. KISI kann die Wiedergabe solcher Videos innerhalb von WhatsApp nach Angaben von Salfeld unterbinden.

Eine weitere Funktion muss davon getrennt betrachtet werden: KISI kann optional Bildschirmfotos vom Kindergerät erstellen. Ist gerade ein Chat geöffnet, können auf einem solchen Bild möglicherweise Teile der Unterhaltung sichtbar sein. Auf Android ist für die Bildschirmaufnahme laut Salfeld eine Zustimmung auf dem Kindergerät erforderlich. Bildschirmfotos sind weder eine automatische noch eine zuverlässige Bewertung von Nachrichten. Sie können zudem sehr private Informationen erfassen.

Auch Benachrichtigungen verdienen Aufmerksamkeit. Manche Messenger erlauben Antworten direkt aus einer Benachrichtigung, ohne dass die App normal geöffnet wird. KISI bietet nach Angaben von Salfeld eine zusätzliche Einstellung, um Benachrichtigungen bei einem erreichten Limit zu unterdrücken. Dafür ist eine weitere Android-Berechtigung nötig.

Diese Beispiele zeigen, wie kompliziert Zeitregeln geworden sind. Apps, eingebettete Inhalte und Benachrichtigungen funktionieren nicht immer getrennt voneinander.

Kann KISI TikTok filtern?

KISI kann nach Angaben von Salfeld die TikTok-App sperren, zeitlich begrenzen oder zu bestimmten Zeiten blockieren. Ob die Regeln auf einem bestimmten Gerät wie gewünscht greifen, sollten Eltern selbst prüfen.

Eine zuverlässige inhaltliche Filterung des TikTok-Feeds bietet KISI damit nicht. Die App erkennt nicht verlässlich, ob das nächste Video Gewalt, sexualisierte Inhalte, Selbstverletzungen oder andere für ein Kind problematische Themen zeigt.

Salfeld bietet zwar eine Funktion namens „Erweiterte Sicherheit“. Damit können Eltern innerhalb einer App einen vorher festgelegten, sichtbaren Titel sperren. Sie müssen den genauen Text dafür kennen und eintragen. Das ist keine automatische Analyse eines Feeds. Neue Videos mit anderen Titeln oder problematischen Bildern werden dadurch nicht zuverlässig erkannt.

KISI kann also den Zugang zu TikTok und die Nutzungsdauer regeln. Es macht TikTok dadurch nicht zu einer durchgehend kindgerechten Plattform.

Wenn ein Jugendlicher TikTok nutzt, sollten Eltern zusätzlich den Begleiteten Modus der Plattform prüfen. Darüber lassen sich verschiedene Einstellungen zur Nutzungszeit, zu Inhalten, zur Suche, zur Privatsphäre und zu Kontakten verwalten. Auch diese Funktionen garantieren nicht, dass ausschließlich unproblematische Videos angezeigt werden.

Das tatsächliche Geburtsdatum im TikTok-Konto ist wichtig, weil die Plattform Schutzfunktionen vom angegebenen Alter abhängig macht. TikTok setzt für die reguläre Nutzung in Deutschland grundsätzlich ein Mindestalter von 13 Jahren voraus. Eine Alterskennzeichnung im App Store ist nicht dasselbe wie das Mindestalter für ein TikTok-Konto.

Respektiert KISI Altersfreigaben von Apps?

KISI kann einzelne Apps blockieren. Es legt aber nicht automatisch anhand des Alters eines Kindes fest, welche Apps es installieren oder benutzen darf.

Für Regeln im Google Play Store kann Google Family Link hilfreich sein. Eltern können dort festlegen, welche Inhalte im Store angezeigt werden und ob Downloads ihre Genehmigung benötigen. Salfeld empfiehlt selbst, Family Link bei Bedarf mit KISI zu kombinieren. KISI übernimmt dann beispielsweise differenziertere Zeitlimits, App-Gruppen und Webfilterregeln.

Eine Altersfreigabe im Play Store sagt allerdings nicht, dass sämtliche Inhalte, Kontakte und Funktionen innerhalb einer App für ein bestimmtes Kind geeignet sind. Eltern sollten außerdem die Mindestalter und Nutzungsbedingungen der jeweiligen Plattform prüfen. Eine erlaubte Installation ersetzt die Einstellungen innerhalb von TikTok, Snapchat, Roblox oder YouTube nicht.

Wenn Eltern zum Beispiel entscheiden, dass ihr Kind die reguläre YouTube-App vorerst nicht nutzen soll, können sie diese über KISI sperren. Ab welchem Alter sie YouTube in welcher Form erlauben, ist eine eigene Entscheidung. KISI trifft sie nicht automatisch.

Wer Family Link und KISI kombiniert, sollte die Zeitsteuerung bewusst aufeinander abstimmen. Salfeld empfiehlt, Zeitlimits in diesem Fall überwiegend über KISI zu regeln. Sonst können sich Sperren und Ausnahmen der beiden Systeme gegenseitig in die Quere kommen.

Und wie lässt sich YouTube absichern?

YouTube zeigt besonders deutlich, warum eine Kindersicherung allein nicht genügt.

KISI kann die YouTube-App sperren oder zeitlich begrenzen. Es kann aber nicht zuverlässig jedes einzelne Video nach dessen Inhalt und dem Entwicklungsstand eines Kindes bewerten.

KISI bietet zusätzlich einen YouTube-Verlauf mit Titeln und Zeitangaben. Unter Android muss diese Funktion eigens aktiviert werden. Laut Salfeld erfasst sie dort Titel nur bei Nutzung der YouTube-App. Salfeld kennzeichnet die Erkennung als Beta-Funktion, weil Änderungen an YouTube sie beeinträchtigen können. Ein solcher Verlauf kann Anlass für Gespräche sein, verhindert aber nicht, dass ein ungeeignetes Video zunächst angesehen wird.

Google bietet für jüngere Kinder YouTube Kids und Kinderkonten mit Elternaufsicht an. Bei einem Kinderkonto mit Elternaufsicht wählen Eltern eine Inhaltseinstellung, die das verfügbare Angebot einschränkt. Diese Einstellungen sind keine Garantie dafür, dass niemals ungeeignete Inhalte auftauchen.

Auch für Jugendliche gibt es eine freiwillige Elternaufsicht bei YouTube. Sie dient vor allem dazu, Einblicke in Aktivitäten zu erhalten und bestimmte Einstellungen für das digitale Wohlbefinden zu nutzen. Sie sollte nicht mit den Inhaltseinstellungen eines jüngeren Kinderkontos gleichgesetzt werden.

KISI kann in beiden Fällen zusätzlich die Nutzungszeit der App regeln. Die Auswahl und Einordnung der Videos bleibt jedoch eine Aufgabe, für die YouTubes eigene Kontofunktionen und Gespräche mit dem Kind wichtig sind.

Eine Jugendliche spricht mit ihrem Vater und hält ein Smartphone. Links zeigt ein eingeblendetes Tablet die KISI-Einstellungen für Gesamtlimit und Sperrzeiten.  Infografik

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Kann man KISI durch einen Neustart austricksen?

Ein einfacher Neustart soll KISI nicht dauerhaft ausschalten.

Salfeld bietet unter anderem die Einstellung „Bootpriorität erzwingen“. Sie soll dafür sorgen, dass der Hintergrunddienst nach einem Neustart bevorzugt gestartet wird. Der Hersteller weist darauf hin, dass dies je nach Gerät und Android-Version nicht vollständig unterstützt wird.

Eltern sollten deshalb auch nach einem Neustart testen, ob eine gesperrte App gesperrt bleibt und die Nutzungszeit weiter gezählt wird. Salfeld empfiehlt solche Prüfungen ebenfalls in seiner Android-Hilfe.

Kann man einfach die Uhr verstellen?

Eine korrekte Systemzeit ist für Zeitlimits wichtig. Werden Datum oder Uhrzeit verändert, können Zählung und Sperrzeiten durcheinandergeraten.

KISI bietet Einstellungen, mit denen sich der Zugriff auf sicherheitsrelevante Android-Einstellungen einschränken lässt. Auf unterstützten Samsung-Geräten können zusätzliche Regeln über Knox gesetzt werden, darunter eine Sperre für Änderungen an Datum und Uhrzeit.

Auch hier gilt: Welche Optionen vorhanden sind und funktionieren, hängt vom Gerät ab. Wer die gesamten Systemeinstellungen sperrt, kann zugleich alltägliche Funktionen einschränken. Salfeld nennt beispielsweise das Einrichten eines neuen WLANs oder das Koppeln eines Bluetooth-Gerätes.

Gibt es weitere Umgehungsmöglichkeiten?

Android bietet Funktionen, die eine Kindersicherung vor technische Schwierigkeiten stellen können. Dazu gehören Splitscreen, Bild-in-Bild, Pop-up-Fenster, mehrere Benutzerkonten oder entzogene Berechtigungen.

Salfeld beschreibt Gegenmaßnahmen. Bei Bild-in-Bild könnte beispielsweise ein Video in einem kleinen Fenster über einer erlaubten App laufen. KISI würde dann unter Umständen nur die App im Vordergrund erfassen. Deshalb lässt sich diese Darstellungsform blockieren. Auch Splitscreen kann eingeschränkt werden.

Für unterstützte Samsung-Geräte gibt es über Knox zusätzliche Möglichkeiten. Nach Angaben von Salfeld lassen sich unter anderem das Starten im abgesicherten Modus, ein Zurücksetzen des Gerätes und der Wechsel zu anderen Benutzerkonten begrenzen.

Solche Einstellungen können den Schutz verbessern, sollten aber mit Bedacht aktiviert werden. Manche greifen tief in die Bedienung des Gerätes ein. Eine pauschale Garantie gegen jede Umgehung lässt sich daraus nicht ableiten.

Wie aufwendig ist die Einrichtung?

KISI ist keine App, die man lediglich installiert und anschließend vergisst.

KISI kann Bildschirmzeiten, Apps und Webseiten regeln. Einzelne Videos, private Chats und die Absichten von Kontakten kann die App nicht zuverlässig prüfen. Daneben ist die KISI-Eltern-App auf einem Smartphone zu sehen.

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Für ihre Funktionen benötigt die Android-App mehrere Berechtigungen. Dazu gehören unter anderem Geräteadministratorrechte, Zugriff auf Nutzungsdaten, Bedienungshilfen und die Erlaubnis, Inhalte über anderen Apps einzublenden. Je nach gewählten Funktionen können Benachrichtigungszugriff, Standortberechtigung und der lokale VPN-Modus hinzukommen. Auf unterstützten Samsung-Geräten kann zusätzlich Knox genutzt werden.

Diese Rechte ermöglichen unterschiedliche Funktionen. Unter Android legt KISI bei einer gesperrten App beispielsweise einen eigenen Sperrbildschirm über die geöffnete App. Die Bedienungshilfen werden unter anderem für den klassischen Webfilter und den Schutz bestimmter Einstellungen verwendet. Nicht jede optionale Berechtigung ist für jede Familie erforderlich.

Auf neueren Android-Versionen können für einzelne Rechte zusätzliche Schritte nötig sein. Android schützt bestimmte Einstellungen ausdrücklich davor, ohne weitere Freigabe an eine App vergeben zu werden. Salfeld erklärt die Einrichtung in seiner Anleitung.

Wer KISI umfassend nutzen möchte, sollte Zeitregeln, neu installierte Apps, den Webfilter und gewünschte Sicherheitsfunktionen bewusst konfigurieren. Der VPN-Modus ist eine zusätzliche Option, falls die technischen Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Danach gehören praktische Tests dazu: Funktioniert eine App-Sperre? Wird Zeit korrekt gezählt? Greift eine Websperre? Bleiben die Regeln nach einem Neustart aktiv?

Wie lange das dauert, hängt stark vom Gerät und den gewünschten Regeln ab. Ohne eigenen Einrichtungstest möchten wir dafür keine allgemeingültige Minutenzahl nennen. Salfeld weist zudem auf Einstellungen hin, die sich zwischen Herstellern unterscheiden und später Nacharbeit erfordern können.

Kostet KISI viel Akku?

Eine belastbare unabhängige Messung des zusätzlichen Akkuverbrauchs haben wir für diesen Check nicht gefunden.

KISI muss für Zeitregeln und Sperren im Hintergrund arbeiten. Welche weiteren Funktionen laufen, hängt von der Einrichtung ab. Salfeld bezeichnet seinen lokalen VPN-Webfilter als akkuschonend. Da wir keine eigene Messung vorgenommen haben, können wir diese Aussage nicht unabhängig bestätigen oder einen zusätzlichen Verbrauch beziffern.

In der Praxis kann auch das umgekehrte Problem wichtig werden: Manche Android-Geräte schränken Hintergrunddienste ein, um Strom zu sparen. Salfeld weist darauf hin, dass die Kindersicherung von bestimmten Energiesparmaßnahmen ausgenommen werden muss. Wird ihr Hintergrunddienst beendet oder werden Rechte entzogen, können Funktionen beeinträchtigt sein.

Deshalb sollten Eltern sowohl den Akkuverbrauch als auch die Zuverlässigkeit der Regeln auf dem konkreten Gerät beobachten. Ein eigener Praxistest dazu wäre für uns weiterhin interessant.

Kein verlässlicher Schutz vor Cybergrooming

Das ist aus unserer Sicht eine der wichtigsten Grenzen.

KISI kann nicht zuverlässig erkennen, ob sich ein Erwachsener in einem Chat als Jugendlicher ausgibt, zunächst freundlich wirkt, Vertrauen aufbaut und später nach Bildern, Geheimnissen oder einem Treffen fragt.

Ebenso wenig kann KISI die Absicht hinter einem Kontakt in WhatsApp, Snapchat oder Roblox beurteilen. Eine gesperrte App verhindert zwar Kontakte über genau diese App auf dem betreffenden Gerät. Sobald eine Kommunikationsfunktion erlaubt ist, kann KISI deren Nutzung aber nicht in einen verlässlichen Schutz vor Grooming verwandeln.

Das ist keine Besonderheit von KISI. Technische Regeln können Zugänge und Nutzungszeiten begrenzen. Sie verstehen nicht zuverlässig die Entwicklung einer Beziehung oder den Kontext eines Gesprächs.

Gerade bei Apps mit Chats und privaten Nachrichten bleibt die Begleitung durch Erwachsene deshalb wichtig.

Eine Kindersicherung macht TikTok, Snapchat oder Roblox nicht automatisch sicher

Ein Smartphone kann technisch sorgfältig eingerichtet sein und einem Kind trotzdem problematische Inhalte oder Kontakte ermöglichen.

Ein Beispiel zeigt den Unterschied: Eltern sperren Pornografie im KISI-Webfilter. Der direkte Aufruf einer erfassten Webseite kann dadurch blockiert werden. Das verhindert aber nicht automatisch, dass ein sexualisiertes Video innerhalb eines Messengers erscheint oder ein entsprechender Inhalt in einem zugelassenen Feed gezeigt wird.

Ebenso kann eine Zeitbegrenzung für ein Spiel nicht erkennen, ob jemand im Spielchat versucht, persönlichen Kontakt zu einem Kind aufzubauen.

Der Webfilter schützt vor bestimmten Webseiten und Domains. Er ist kein Filter für alles, was ein Kind auf seinem Smartphone sieht oder erlebt.

Deshalb reicht KISI allein aus unserer Sicht nicht

Wenn Eltern WhatsApp, TikTok, Snapchat, Roblox oder YouTube erlauben, sollten sie zusätzlich die Schutzfunktionen der jeweiligen Plattform prüfen.

Das kostet Zeit. Die Funktionen unterscheiden sich, ändern sich gelegentlich und passen nicht für jedes Alter gleichermaßen.

Eine Kindersicherung kann einen Teil der Geräteverwaltung übernehmen. Die Entscheidung über einzelne Plattformen und die Begleitung des Kindes nimmt sie Eltern nicht ab.

TikTok mit dem Begleiteten Modus prüfen

Wenn ein Jugendlicher TikTok nutzt, empfehlen wir, gemeinsam den Begleiteten Modus anzusehen und das Jugendkonto mit einem Elternkonto zu verbinden.

Eltern können dort unter anderem Einstellungen zur Nutzungszeit, zu Inhalten, zur Suche, zur Privatsphäre und zu Kontaktmöglichkeiten verwalten. Welche Optionen auf dem Konto angezeigt werden, sollte direkt in der aktuellen App geprüft werden.

Wichtig ist ein korrektes Geburtsdatum. TikTok verwendet Altersangaben, um Funktionen und Schutzvorgaben für Jugendliche festzulegen. Für die reguläre Nutzung gilt in Deutschland grundsätzlich ein Mindestalter von 13 Jahren.

KISI kann zusätzlich ein Zeitlimit für TikTok setzen. Die TikTok-eigenen Einstellungen und Gespräche darüber, welche Inhalte im Feed auftauchen, bleiben trotzdem wichtig.

Snapchat mit dem Family Center verbinden

Snapchat bietet für Eltern und Jugendliche das Family Center an. Dort können Eltern sehen, mit wem ihr Teenager kürzlich gechattet hat, welche Freunde neu hinzugekommen sind und wer zu aktiven Gruppenchats gehört. Die Nachrichten selbst können sie über das Family Center nicht lesen.

Eltern können außerdem sensible Inhalte einschränken, bestimmte Privatsphäre-Einstellungen einsehen, den Standort ihres Teenagers auf der Snap Map anfordern und Accounts melden. Snapchat weist darauf hin, dass ein Inhaltsfilter nicht jeden problematischen Beitrag erfasst.

Die Snap Map sollte gemeinsam geprüft werden. Das Kind sollte wissen, ob und mit wem es seinen Standort teilt. Standortfreigaben sollten nicht unbemerkt für einen größeren Freundeskreis aktiv sein.

Das Family Center richtet sich an Jugendliche im entsprechenden Altersbereich. Für Snapchat-Konten gilt grundsätzlich ein Mindestalter von 13 Jahren, wobei regionale Regeln abweichen können.

Roblox braucht eigene Einstellungen und ein verknüpftes Elternkonto

Roblox sollte nicht einfach installiert und anschließend nur über KISI zeitlich begrenzt werden.

Eltern können ein eigenes Roblox-Konto mit dem Konto ihres Kindes verknüpfen. Roblox bietet unter anderem Einstellungen für zugängliche Spiele, Inhaltsreife und Kommunikation.

Für Kommunikationsfunktionen verlangt Roblox inzwischen eine Altersprüfung. Welche Chats danach möglich sind und wann eine Zustimmung der Eltern benötigt wird, hängt vom Alter, der Funktion und teils von regionalen Vorgaben ab. Eltern sollten die konkret freigeschalteten Kommunikationswege im Konto ihres Kindes prüfen.

Roblox ist zugleich Spielplattform und sozialer Raum. KISI kann seine Nutzungszeit begrenzen. Die Roblox-eigenen Regeln können Kontakte und Inhalte teilweise einschränken. Keine dieser Einstellungen kann zuverlässig erkennen, welche Absicht eine andere Person verfolgt.

Auch WhatsApp braucht eine gemeinsame Einrichtung

Bei WhatsApp sollten Eltern mit ihrem Kind prüfen, wer Profilbild, Online-Status und Statusmeldungen sehen kann, wer es zu Gruppen hinzufügen darf und wie mit Anrufen unbekannter Nummern umgegangen wird. Das Stummschalten unbekannter Anrufer kann ebenfalls sinnvoll sein.

WhatsApp führt außerdem Elternfunktionen schrittweise ein. Für Jugendliche beschreibt der Dienst eine freiwillige Elternaufsicht. Verknüpfte Eltern können bestimmte Privatsphäre-Einstellungen und Funktionen verwalten sowie Benachrichtigungen über ausgewählte Kontoaktivitäten erhalten. Dazu können neue Kontakte oder Gruppen gehören. Persönliche Nachrichten und Anrufe können Eltern über diese Funktionen nicht mitlesen oder mithören.

Daneben führt WhatsApp elternverwaltete Konten für jüngere Kinder ein. Bei ihnen können Eltern unter anderem Kontakte, Kontaktanfragen und Gruppen stärker steuern. WhatsApp weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Funktionen regional oder für einzelne Konten noch nicht verfügbar sein können. Familien sollten in der aktuellen App prüfen, was ihnen tatsächlich angeboten wird.

Auch mit solchen Einstellungen kann eine unbekannte Person versuchen, Kontakt aufzunehmen. Ein Kind sollte wissen, wie es eine Person blockiert, einen Kontakt meldet und Hilfe holt. KISI kann die Absicht hinter einer Nachricht nicht zuverlässig erkennen.

YouTube mit einem passenden Konto nutzen

Bei YouTube würden wir ebenfalls nicht allein auf KISI setzen.

Für jüngere Kinder gibt es YouTube Kids. Eltern können außerdem ein YouTube-Kinderkonto mit Elternaufsicht einrichten und eine Inhaltseinstellung wählen, die das Angebot einschränkt. Auch dann können ungeeignete Inhalte durchrutschen.

Für Jugendliche gibt es eine andere Form der Elternaufsicht. Sie bietet Eltern vor allem Einblicke und Einstellungen für das digitale Wohlbefinden. Sie entspricht nicht einfach dem Inhaltsfilter eines jüngeren Kinderkontos.

KISI kann die Nutzungszeit der YouTube-App zusätzlich begrenzen. Wer den optionalen KISI-YouTube-Verlauf nutzt, sollte dessen Beta-Status und die Fragen zur Privatsphäre beachten.

Family Link und KISI zusammen können sinnvoll sein

Salfeld empfiehlt selbst, seine Kindersicherung bei Bedarf mit Google Family Link zu kombinieren.

Family Link kann unter anderem das Google-Konto des Kindes, Play-Store-Regeln und Google-Angebote betreffen. KISI ergänzt differenzierte Zeitregeln, App-Gruppen, Webfilter und die gemeinsame Zeitzählung mit Windows-Geräten.

Eltern sollten nicht unbesehen in beiden Systemen eigene Zeitlimits setzen. Salfeld empfiehlt, die Zeitsteuerung bei paralleler Nutzung überwiegend KISI zu überlassen. Anschließend sollte auf dem Kindergerät geprüft werden, ob Sperren, Ausnahmen und immer erreichbare Apps so funktionieren wie beabsichtigt.

Kinder müssen wissen, wie Grooming beginnen kann

Technische Einstellungen reichen für den Schutz vor Cybergrooming nicht aus.

Problematische Kontakte beginnen häufig nicht mit einer offensichtlich sexuellen Nachricht. Eine Person kann zunächst freundlich wirken, dieselben Spiele mögen, Komplimente machen und viel Aufmerksamkeit schenken.

Später können Fragen nach privaten Informationen, Bildern oder Geheimnissen folgen. Auch die Aufforderung, in einen anderen Messenger zu wechseln oder niemandem von dem Kontakt zu erzählen, sollte ein Warnsignal sein.

Kinder sollten wissen, dass sie Hilfe bekommen, ohne Ärger befürchten zu müssen. Das gilt auch dann, wenn sie zuvor eine Familienregel gebrochen, mit einer unbekannten Person geschrieben oder bereits ein Bild verschickt haben.

Eine wichtige Schutzebene ist, dass ein Kind sich traut, einer vertrauten erwachsenen Person von einem unangenehmen Kontakt zu erzählen.

Eltern sollten die Apps ihrer Kinder selbst kennen

Wer einem Kind oder Jugendlichen eine Plattform erlaubt, sollte deren Funktionen selbst ansehen und möglichst gemeinsam einrichten.

Eltern sollten wissen, wer Kontakt aufnehmen kann, ob ein Standort sichtbar ist, welche Chats möglich sind und wie sich Personen blockieren oder melden lassen. Ebenso sollten sie prüfen, ob neue Funktionen nach einem App-Update zusätzliche Einstellungen nötig machen.

Das ist Aufwand. Mit jeder weiteren Plattform steigt er.

Eine Kindersicherung kann diese Aufgabe nicht vollständig übernehmen.

KISI sollte transparent eingesetzt werden

KISI kann Eltern detaillierte Einblicke in die Nutzung eines Kindergerätes geben. Je nach Einstellung sehen sie verwendete Apps, besuchte Webseiten, blockierte Zugriffe und Standortdaten. Optional können Bildschirmfotos erstellt und Titel angesehener YouTube-Videos erfasst werden.

Damit stellt sich eine Frage, die nicht allein technisch beantwortet werden kann: Wie viel Kontrolle ist für dieses Kind in seinem Alter und seiner Situation angemessen? Gerade Bildschirmfotos können private Informationen zeigen. Für die Bildschirmaufnahme ist unter Android laut Salfeld eine Zustimmung auf dem Kindergerät erforderlich. Einzelne Protokollierungen lassen sich nach Angaben des Herstellers abschalten.

Wir empfehlen, KISI nicht heimlich einzusetzen. Kinder sollten wissen, welche Regeln gelten, welche Informationen Eltern sehen können und warum bestimmte Funktionen aktiviert wurden. Mit zunehmendem Alter sollten Eltern die Einstellungen gemeinsam mit dem Kind überprüfen und Kontrolle dort zurücknehmen, wo sie nicht mehr nötig ist.

Vertrauen und die Möglichkeit, über unangenehme Erlebnisse zu sprechen, bleiben Teil des Schutzes.

Was kostet KISI?

Laut der am 3. Oktober 2026 abgerufenen Preisliste kostet eine Lizenz für ein Kindergerät 29,95 Euro für 24 Monate. Eine Lizenz für drei Geräte kostet 49,95 Euro, eine für fünf Geräte 59,95 Euro.

Es handelt sich laut Salfeld um eine einmalige Zahlung ohne automatische Verlängerung. Nach Ablauf endet die Lizenz. Für jedes Kindergerät wird eine Lizenz benötigt. Der Elternzugang über das Webportal oder die Eltern-App ist kostenlos.

Salfeld bietet eine kostenlose Testphase von 30 Tagen an. Eltern können in dieser Zeit prüfen, ob die benötigten Funktionen auf ihren Geräten wie erwartet laufen. Der Hersteller nennt außerdem eine Geld-zurück-Garantie innerhalb von 30 Tagen nach dem Kauf. Preise und Bedingungen sollten vor einer Bestellung erneut auf der Salfeld-Seite geprüft werden.

KISI war Testsieger bei Stiftung Warentest

Salfeld verweist auf einen Testsieg bei Stiftung Warentest. Die Angabe bezieht sich auf einen Test aus dem Jahr 2020.

Damals untersuchte Stiftung Warentest neun Kinderschutzlösungen. KISI erhielt das Qualitätsurteil „gut (2,0)“ und für den Funktionsumfang „sehr gut (1,5)“. Beim Basisschutz persönlicher Daten lautete die Teilnote „befriedigend (2,6)“.

Das Ergebnis ist ein historischer Befund. Der Test bezog sich auf die damalige Android-Version. Android, KISI und die Plattformen, die Kinder nutzen, haben sich seitdem verändert. Aus dem Testsieg von 2020 lässt sich deshalb nicht ableiten, dass KISI heute auf jedem Gerät zuverlässig funktioniert oder weiterhin die beste Lösung ist.

Unser Medienzeit-Fazit zu KISI

Nach unserer Recherche ist KISI für Familien mit Android-Geräten eine funktionsreiche Kindersicherung. Besonders die Zeitsteuerung bietet viele Möglichkeiten. Einzelne Apps lassen sich sperren, mit eigenen Limits versehen oder zu Gruppen zusammenfassen. Neu installierte Apps können zunächst blockiert werden.

Der lokale VPN-Webfilter erweitert die Domainsperren über klassische Browser hinaus. Seine Wirkung hängt aber von der Einrichtung und den technischen Voraussetzungen des Gerätes ab. Für mehrere Android- und Windows-Geräte bietet KISI eine gemeinsame Zeitzählung, solange die beteiligten Geräte ihre Daten über das Internet abgleichen können.

Die Einrichtung verlangt Aufmerksamkeit. Berechtigungen, Akku-Einstellungen, Webfilter und Manipulationsschutz müssen zum Gerät und zur Familie passen. Anschließend sollten Eltern die wichtigsten Regeln direkt auf dem Kindergerät testen.

Die entscheidende Grenze bleibt: KISI kann festlegen, wann und wie lange eine App benutzt werden darf. Es bietet zusätzlich Berichte und einzelne gezielte Funktionen, etwa einen optionalen YouTube-Verlauf oder die Sperre eines genau benannten sichtbaren Titels innerhalb einer App. Daraus entsteht keine zuverlässige inhaltliche Prüfung aller Videos, Bilder, Nachrichten und Kontakte.

TikTok lässt sich sperren, aber sein Feed wird dadurch nicht zuverlässig kindgerecht. Roblox lässt sich zeitlich begrenzen, aber KISI erkennt kein Grooming im Chat. WhatsApp lässt sich kontrollieren, aber KISI bewertet keine Nachrichten. YouTube lässt sich begrenzen, aber einzelne Videos werden nicht nach dem tatsächlichen Entwicklungsstand eines Kindes ausgewählt.

Wir würden KISI deshalb als einen Teil der Begleitung verstehen. Auf Android kann die Kombination mit Google Family Link sinnvoll sein. Zusätzlich sollten Eltern die jeweils verfügbaren Einstellungen von TikTok, Snapchat, Roblox, WhatsApp und YouTube prüfen. Dazu kommen regelmäßige Gespräche mit dem Kind.

Unsere Einschätzung beruht auf den beschriebenen Funktionen und den verfügbaren Quellen. Wie zuverlässig alle Schutzmaßnahmen im Familienalltag arbeiten, können wir ohne eigenen Gerätetest nicht abschließend beurteilen. Auch eine sorgfältig eingerichtete Kindersicherung kann problematische Inhalte und Kontakte nicht vollständig verhindern. Besonders beim Schutz vor Cybergrooming bleibt wichtig, dass ein Kind mit einer unangenehmen Erfahrung zu einer vertrauten erwachsenen Person kommen kann.


Quellen

Die Produktfunktionen und technischen Grenzen beschreiben überwiegend die Hersteller selbst. Der Stiftung-Warentest-Test ist ein unabhängiger Test aus dem Jahr 2020, kein aktueller Praxistest dieser Fassung.

  1. Salfeld Kindersicherung im Google Play Store, Anbieter und Datum des letzten Android-Updates.

  2. Salfeld: Apps und Programme, App-Sperren, Zeitlimits, Gruppen und Umgang mit neu installierten Apps.

  3. Salfeld: Gemeinsame Zeitzählung, Voraussetzungen und Internetverbindung beim geräteübergreifenden Zeitkonto.

  4. Salfeld: Webfilter, klassischer Filter, VPN-Modus und dessen Grenzen.

  5. Salfeld: Sicherheit, Schutz vor Umgehungen, WhatsApp-Videos, Benachrichtigungen, Samsung Knox und „Erweiterte Sicherheit“.

  6. Salfeld: Android-Installation, Einrichtung und Berechtigungen.

  7. Salfeld: Android-FAQ, Funktionsprüfung und geräteabhängige Probleme.

  8. Salfeld: Berichte, Nutzungsdaten und YouTube-Verlauf.

  9. Salfeld: Bildschirmfotos, Bildschirmaufnahme und Zustimmung unter Android.

  10. Salfeld: Kombination mit Google Family Link.

  11. Salfeld: iOS-FAQ, fehlende Kinder-App für iPhone und iPad.

  12. Salfeld: Lizenzen und Testphase.

  13. Salfeld: Preise und Bestellung.

  14. Google: Apps für Kinder in Google Play verwalten.

  15. TikTok: Leitfaden für Erziehungsberechtigte, Mindestalter und Schutzfunktionen.

  16. TikTok: Neue Funktionen im Begleiteten Modus.

  17. Snapchat: Family Center.

  18. Snapchat: Mindestalter.

  19. Roblox: Übersicht zur Kindersicherung.

  20. Roblox: Altersprüfung und Chat.

  21. WhatsApp: Übersicht zur Elternaufsicht.

  22. WhatsApp: Elternfunktionen für Jugendliche.

  23. Google: YouTube-Kinderkonto mit Elternaufsicht einrichten.

  24. Google: Teenagerkonto mit Elternaufsicht bei YouTube.

  25. Stiftung Warentest: Testergebnis für Salfeld Kindersicherung, August 2020.

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