Alle Artikel aus unserem Blog in chronologischer Reihenfolge
Willkommen bei Medienzeit – dem Elternblog rund um Smartphones, Spiele, Social Media und alles, was Kinder heute digital beschäftigt.
Wir alle kennen die täglichen Fragen: Wann ist ein eigenes Handy sinnvoll? Wie lange dürfen Kinder spielen oder scrollen? Und was passiert eigentlich auf Plattformen wie TikTok, Instagram oder Roblox? Hier bei Medienzeit geht es nicht um Verbote, sondern um Verstehen. Wir zeigen, wie Kinder und Jugendliche Medien nutzen, warum sie sich davon so angezogen fühlen – und wo Risiken entstehen können. Von Medienerziehung über digitale Sicherheit bis zu Themen wie Social Media Sucht, Gaming, Datenschutz und Cybermobbing: Wir beleuchten, was Eltern wissen sollten – verständlich, aktuell und ohne Fachjargon.
Unsere Artikel verbinden Erfahrungen aus Familienalltag und Schule mit aktuellen Studien und Empfehlungen von Fachstellen. Wir erklären, wie man Einstellungen bei Apps und Geräten richtig nutzt, was hinter Trends steckt und wie man Kinder Schritt für Schritt zu einem bewussten Umgang mit Medien begleitet.
Ob Grundschule, Teenagerzeit oder erste Social-Media-Erfahrungen – wir wollen Eltern stärken, informierte Entscheidungen zu treffen. Denn Medien gehören längst zum Leben dazu. Entscheidend ist, wie wir sie gemeinsam nutzen.
Medienzeit liefert Orientierung, Praxiswissen und ehrliche Einblicke – für mehr Klarheit, Sicherheit und Gelassenheit im digitalen Familienalltag.
Medienkompetenz allein reicht nicht – wo Aufklärung an ihre Grenzen stößt
Gastbeitrag von Jakob Kreiner
Soziale Medien sind aus dem Alltag kaum mehr wegzudenken. Neben positiven Aspekten bergen sie jedoch auch erhebliche Risiken. Eine häufig vorgeschlagene Maßnahme zum Schutz von Kindern ist die Förderung von Medienkompetenz und Medienbildung. Dieser Ansatz gilt als pädagogisch sinnvoll und langfristig wirksam, stößt in der Praxis jedoch auf erhebliche Grenzen.
Warum Messenger Dienste zur größten Herausforderung geworden sind
Gastbeitrag von Silke Müller
In Klassenchats, privaten Gruppen und Direktnachrichten entstehen Ausgrenzung, Demütigung und digitaler Druck oft unbemerkt von Erwachsenen. Warum gerade diese scheinbar privaten Räume Kinder besonders verletzlich machen, welche Rolle Cybermobbing, Nacktbilder und KI-generierte Inhalte spielen und warum Schutz, klare Regeln und Beziehung heute wichtiger sind als technische Lösungen.
Spotify, Amazon Music und co: Risiken von Audio-Streaming für Kinder & Jugendliche
Musik begleitet Kinder und Jugendliche durch den Alltag. Beim Spielen, beim Einschlafen, auf dem Schulweg, oft stundenlang über Kopfhörer. Für viele Eltern fühlt sich das sicher an. Musik ist schließlich nichts Neues. Sie gehört seit Generationen zum Aufwachsen dazu. Genau deshalb wird Audio-Streaming kaum hinterfragt. Während bei TikTok, Instagram oder YouTube sofort Alarmglocken schrillen, gelten Spotify oder Amazon Music als harmlose Nebenbei-Medien. Ein Eindruck, der trügt.
TikTok vor Milliardenstrafe: EU geht gegen „addictive design“ vor
Am 6. Februar 2026 hat die EU-Kommission TikTok öffentlich ungewöhnlich hart angezählt: In einer vorläufigen Bewertung kommt sie zu dem Schluss, dass TikToks „addictive design“ vermutlich gegen den Digital Services Act (DSA) verstößt. Im Mittelpunkt steht nicht ein einzelnes Video, nicht ein einzelner Creator, sondern das Grundprinzip der App: Sie ist so gebaut, dass man möglichst lange bleibt und möglichst schnell wiederkommt.
Cybermobbing: Wenn Angriffe nicht nach der Schule enden
Cybermobbing ist für viele Kinder und Jugendliche längst Teil ihres Alltags. Anders als klassische Konflikte auf dem Schulhof endet es nicht mit dem Klingeln. Es begleitet Kinder nach Hause, in ihr Kinderzimmer, oft bis spät in die Nacht. Für Eltern schwer zu erkennen, für Kinder noch schwerer, darüber zu sprechen. Genau deshalb ist es wichtig zu verstehen, was Cybermobbing ist, wie es abläuft, wo es stattfindet, warum immer mehr Unbeteiligte mitmachen, wie KI das Problem verschärft, welche Rolle Fotos spielen und wie Erwachsene konkret helfen können.
Pädokriminalität auf Roblox: Wenn Fremde im Kinderzimmer mitspielen
Roblox gehört zu den beliebtesten Online-Plattformen für Kinder und Jugendliche weltweit. Millionen Minderjährige sind dort täglich aktiv. Doch Recherchen, Studien und Ermittlungen zeigen seit Jahren eine andere Realität: Cybergrooming, sexuelle Belästigung, Erpressung und massive Schutzlücken sind Teil eines Problems, das weit über Einzelfälle hinausgeht.
Adiós, Social Media - Warum auch Spanien jetzt den Riegel vorschieben will
Nach Australien, nach Frankreich, nach Großbritannien, nach Debatten in Griechenland und Skandinavien will nun auch Spanien die Reißleine ziehen. Nicht aus Technikfeindlichkeit, sondern aus einem klaren politischen Befund: Der Schutz von Kindern wiegt schwerer als Reichweite, Wachstum und Werbeerlöse.
Auch Finnland erwägt Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige
In Finnland wird aktuell intensiv geprüft, ob Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren künftig gesetzlich von sozialen Netzwerken ausgeschlossen werden sollen. Die Debatte ist Teil einer internationalen Entwicklung, ausgelöst durch wachsende Sorgen um mentale Gesundheit, Konzentrationsfähigkeit und sozialen Druck im digitalen Raum.
Schule gegen Kinder: Zwischen Leistungsdruck, KI und verlorenen Schutzräumen
Am 2. Februar 2026 erscheint Silke Müllers neues Buch “Schule gegen Kinder” im Droemer Verlag. Es ist ihr bisher deutlichstes Buch. Diesmal geht es nicht um einzelne Missstände oder Symptome, sondern um das große Ganze. Um ein Bildungssystem, das strukturell gegen die Bedürfnisse von Kindern arbeitet und sie dabei oft selbst aus dem Blick verliert.
Cognitive Offloading: Wenn Denken ausgelagert wird und Fähigkeiten verloren gehen
Hausaufgaben gehen schneller, aber das Gelernte bleibt nicht. Kinder wirken technisch kompetent, sind aber überraschend unsicher, wenn das Smartphone fehlt. Sie fragen schneller nach Hilfe, geben schneller auf, zweifeln schneller an sich selbst. Das fühlt sich falsch an. Und es ist kein Zufall. Der Fachbegriff dafür lautet Cognitive Offloading.
TikTok und sexualisierte Gewalt gegen Kinder: Die Klagen in den USA
In den USA laufen derzeit mehrere Klagen gegen TikTok. Grundlage sind interne Dokumente, Untersuchungen von Bundesstaaten und Aussagen ehemaliger Mitarbeitender. Sie zeichnen das Bild einer Plattform, die seit Jahren von schweren Risiken für Kinder und Jugendliche weiß, darunter sexuelle Anbahnung, problematische Live-Inhalte und massive Lücken in der Moderation.
Nachts im Kinderzimmer: Endlose Chats, Doomscrolling & Zocken bis zum Morgen
Gastbeitrag von Monika Rath
Viele Eltern glauben, nachts ist endlich Ruhe. Aber im Kinderzimmer beginnt für viele Kinder dann erst die echte Medienzeit: Chats, Shorts, Games, heimlich unter der Decke. Dieser Text zeigt, was das mit Schlaf, Konzentration und Alltag macht und warum die wichtigste Regel oft die unbequemste ist.
Wenn Vertrauen ausgenutzt wird – wie sexuelle Übergriffe über Snapchat beginnen
Gastbeitrag von Alena Mess, Expertin für Prävention sexualisierter Gewalt an Kindern & Jugendlichen
Wie fangen sexuelle Übergriffe im Netz eigentlich an? Meistens nicht mit einer Drohung, sondern mit Lob und Bestätigung. Anhand eines realen Falls zeigen wir, wie Täter das Bedürfnis Jugendlicher nach Anerkennung ausnutzen, um Grenzen schleichend zu verschieben – und warum Scham oft die stärkste Waffe der Täter ist.
Und jetzt Österreich: Geplantes Social-Media-Verbot unter 14 Jahren
Österreich will einen neuen Weg im digitalen Kinderschutz einschlagen. Nach Australien, Frankreich und Großbritannien kündigt nun auch die österreichische Bundesregierung an, Social Media für Kinder unter 14 Jahren verbieten zu wollen. Ziel ist es, junge Menschen besser vor den bekannten Risiken sozialer Netzwerke zu schützen und die Verantwortung klar bei den Plattformen zu verorten.
Dänemark auf dem Weg zu einem der strengsten Social-Media-Gesetze für Kinder
Dänemark steht kurz davor, eines der strengsten Social-Media-Gesetze für Kinder in Europa einzuführen. In den vergangenen Monaten wurde international viel über Social-Media-Verbote in Europa berichtet. Besonders häufig fiel dabei der Name Dänemark. Hier mehr Infos dazu.
Soziale Medien wie Drogen behandeln? Warum dieser Vergleich richtig ist
Die Debatte um Social Media und Kinder hat eine neue Schärfe bekommen. Der SPIEGEL-Autor René Pfister formuliert sie ungewöhnlich klar: Soziale Medien sollten wie Drogen behandelt werden. Das ist kein rhetorischer Tabubruch, sondern eine nüchterne Beschreibung dessen, was wir längst beobachten. Abhängigkeit, Kontrollverlust, gesundheitliche und soziale Schäden, besonders bei Kindern und Jugendlichen.
Frankreich zieht die Reißleine: Social Media unter 15 soll verboten werden
In Frankreich hat die Debatte um den Schutz von Kindern im digitalen Raum eine neue Eskalationsstufe erreicht. Die Regierung unter Präsident Emmanuel Macron verfolgt das Ziel, soziale Medien für Kinder unter 15 Jahren konsequent zu verbieten. Und das im Eiltempo. Macron hat angekündigt, entsprechende Gesetzgebungsverfahren im Schnellverfahren durchzudrücken, um die Plattformen unmittelbar in die Pflicht zu nehmen. Ziel ist es, Kinder vor den nachgewiesenen Risiken der digitalen Welt zu schützen, bevor Schäden irreversibel werden.
Fake-Videos & Fake-Audios: Wenn wir unseren Augen und Ohren nicht mehr trauen können
Es klingt wie die Stimme der eigenen Mutter. Es sieht aus wie ein echtes Video eines Klassenkameraden. Und genau das ist das Problem. Künstliche Intelligenz macht es heute möglich, täuschend echte Videos und Audios zu erzeugen, sogenannte Deepfakes. Was früher nach Science Fiction klang, ist längst auf den Smartphones unserer Kinder angekommen. Für Eltern entsteht dadurch eine neue Dimension von Unsicherheit, denn nicht mehr alles, was wir sehen oder hören, ist real.
Kauft kein KI-Spielzeug für Kinder!
Dieser Satz ist bewusst deutlich formuliert. Spielzeug für kleine Kinder verändert sich gerade grundlegend. Immer häufiger hört es zu, spricht zurück, lernt mit und ist dauerhaft mit dem Internet verbunden. Oft steckt künstliche Intelligenz dahinter. Genau hier liegt ein Risiko, das wir nicht kleinreden sollten.
Britisches Oberhaus stimmt für Social-Media-Verbot unter 16 Jahren
Großbritannien stimmt für ein Social-Media-Verbot unter 16 Jahren. Viele Eltern fühlen sich erstmals gehört. Warum diese Entscheidung so emotional ist, was Australien bereits umsetzt und weshalb die Debatte auch uns direkt betrifft. Es geht um Schutz, Verantwortung und die Frage, wie viel digitale Freiheit Kinder wirklich brauchen.