Alle Artikel aus unserem Blog in chronologischer Reihenfolge
Willkommen bei Medienzeit – dem Elternblog rund um Smartphones, Spiele, Social Media und alles, was Kinder heute digital beschäftigt.
Wir alle kennen die täglichen Fragen: Wann ist ein eigenes Handy sinnvoll? Wie lange dürfen Kinder spielen oder scrollen? Und was passiert eigentlich auf Plattformen wie TikTok, Instagram oder Roblox? Hier bei Medienzeit geht es nicht um Verbote, sondern um Verstehen. Wir zeigen, wie Kinder und Jugendliche Medien nutzen, warum sie sich davon so angezogen fühlen – und wo Risiken entstehen können. Von Medienerziehung über digitale Sicherheit bis zu Themen wie Social Media Sucht, Gaming, Datenschutz und Cybermobbing: Wir beleuchten, was Eltern wissen sollten – verständlich, aktuell und ohne Fachjargon.
Unsere Artikel verbinden Erfahrungen aus Familienalltag und Schule mit aktuellen Studien und Empfehlungen von Fachstellen. Wir erklären, wie man Einstellungen bei Apps und Geräten richtig nutzt, was hinter Trends steckt und wie man Kinder Schritt für Schritt zu einem bewussten Umgang mit Medien begleitet.
Ob Grundschule, Teenagerzeit oder erste Social-Media-Erfahrungen – wir wollen Eltern stärken, informierte Entscheidungen zu treffen. Denn Medien gehören längst zum Leben dazu. Entscheidend ist, wie wir sie gemeinsam nutzen.
Medienzeit liefert Orientierung, Praxiswissen und ehrliche Einblicke – für mehr Klarheit, Sicherheit und Gelassenheit im digitalen Familienalltag.
Kinderschutz im Netz: Wir sind zu Gast beim Kinderschutz-Podcast
Manche Gespräche entstehen nicht geplant, sondern weil Menschen ähnliche Fragen beschäftigen. So war es auch hier. Jerome Braun hatte mich angerufen, nachdem er immer häufiger über Artikel von Medienzeit gestolpert war. Er wollte verstehen, was wir machen, warum wir das machen, wo das alles herkommt und was aus unserer Sicht noch kommen muss. Aus diesem ersten Austausch ist schließlich eine ganze Podcastfolge entstanden.
Roblox unter strafrechtlicher Untersuchung in Florida
Der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaates Florida, James Uthmeier, hat strafrechtliche Vorladungen gegen die Spieleplattform Roblox erlassen. Hintergrund sind schwere Vorwürfe. Roblox soll Strukturen geschaffen haben, die sexualisierte Übergriffe auf Kinder erleichtern. Die Ermittlungen prüfen, ob interne Regeln, Schutzmechanismen und Meldewege ausreichen oder ob sie Tätern systematisch den Zugang zu Minderjährigen ermöglichen.
Wie wir Kinder unterstützen, digitale Strukturen zu durchschauen
Gastbeitrag von Maja Sommer
Kinder und Jugendliche wachsen in einer Welt auf, die komplexer ist, als viele Erwachsene es sich vorstellen. Sie sind täglich online, treffen dort Entscheidungen, sehen Inhalte, folgen Empfehlungen und geraten in Situationen, die sie oft nicht einordnen können. Was ihnen fehlt, ist nicht nur Medienwissen, sondern ein Raum, in dem sie über all das sprechen dürfen.
Discord - Warum Kinder dort so leicht von Fremden kontaktiert werden können
Discord gehört heute zu den beliebtesten Kommunikationsplattformen bei Kindern und Jugendlichen. Viele nutzen die App zum Spielen, Chatten oder für gemeinsame Interessen. Auf den ersten Blick wirkt Discord modern, kreativ und harmlos. In der Realität ist es jedoch eine Plattform mit strukturellen Risiken, die Kinder kaum überblicken können und die auch von Erwachsenen häufig unterschätzt werden, da sie die App in den meisten Fällen nicht mal kennen.
Gemeinsame Advents-Aktion für Kinder- und Jugendschutz im Netz
Die Adventszeit bringt in vielen Familien etwas zurück, das im Alltag oft untergeht. Es wird ein wenig ruhiger, man sitzt näher zusammen, Kinder suchen häufiger Nähe und erzählen mehr. Genau in dieser Stimmung merken viele Eltern, was ihren Kindern wirklich gut tut und wo sie sich manchmal etwas mehr Halt wünschen. In diesem Gefühl möchten wir ansetzen. Nicht mit einer Kampagne und nicht mit großen Worten, sondern mit einem kleinen gemeinsamen Zeichen.
Mythos „Private Games-Server” - Gutes Gefühl für Eltern, aber keine Sicherheit für Kinder
Wenn Kinder uns voller Stolz erzählen: „Ich hab jetzt meinen eigenen Server“, klingt das harmlos, fast niedlich. Ein bisschen Technik, ein bisschen Spielen, nichts Wildes. Viele Eltern lächeln dann und denken, gut, immerhin ist es privat. Doch was hinter diesem Satz steckt, verstehen viele erst dann, wenn etwas schiefgeht. Genau darüber müssen wir sprechen.
Warum es ohne Social Media Verbot vermutlich nicht funktionieren kann
Die Diskussion über ein mögliches Social Media-Verbot für Kinder wird in Deutschland oft entlang bekannter Linien geführt. Es geht um Medienkompetenz, um Teilhabe, um pädagogische Begleitung und um die Frage, wie viel Regulierung nötig ist. Doch diese Sicht greift zu kurz, weil sie einen zentralen Punkt übersieht: Digitale Räume sind keine neutralen Orte. Gerade deshalb lohnt sich der Blick auf die Analyse der LFK.
Medienzeit in der MAZ - Märkische Allgemeine Zeitung
Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein eigenes Smartphone. Wie viele Regeln brauchen Kinder. Und wo endet Vertrauen. Diese Fragen bewegen aktuell viele Familien. Die Märkische Allgemeine Zeitung greift dieses Spannungsfeld in einem aktuellen Artikel auf und stellt zwei sehr unterschiedliche elterliche Haltungen gegenüber.
Besser lernen ohne Handy: Was Brasiliens Smartphone-Verbot nach einem Jahr zeigt
In Brasilien gilt seit Anfang 2025 ein neues Gesetz, das die private Nutzung von Smartphones an allen Schulen verbietet. Während des Unterrichts, in Pausen und auf dem ganzen Schulgelände dürfen Kinder ihre Geräte nicht mehr benutzen. Nur für Unterrichtsaufgaben, gesundheitliche Gründe oder Notfälle gibt es Ausnahmen. Die Idee dahinter ist simpel und sehr vertraut: Kinder sollen lernen können, ohne ständig von Social Media, Chats und Spielen aus ihrem Fokus gerissen zu werden.
Heute mal bildschirmfrei: Kindheit braucht echte Erfahrungen
Kinder sollen medienmündig werden. Aber nicht zu früh.
Medienpädagogin Prof. Paula Bleckmann erklärt, warum Kindheit echte Erfahrungen braucht und weshalb das richtige Maß bei digitalen Medien entscheidend ist.
“Ich will das können!” – Warum Selbstwirksamkeit für Kinder so wichtig ist
Gastbeitrag von Varvara Herbst, Diplom-Psychologin.
Wir Menschen wollen etwas schaffen, Kinder ganz besonders. Sie wollen ausprobieren, sich weiterentwickeln, Fähigkeiten aufbauen und erleben ”Ich kann etwas selbst bewirken”. Nicht, weil wir es von ihnen erwarten, sondern weil es ein Grundbedürfnis ist: Selbstwirksamkeit. Doch genau dieses Gefühl geht heute immer häufiger verloren. Nicht, weil Kinder weniger motiviert wären. Sondern weil digitale Plattformen Mechanismen nutzen, die Kinder in den Konsummodus ziehen, statt ins eigene Gestalten.
KI flutet TikTok mit Sex, Hass und Fake News
TikTok verändert sich gerade grundlegend. Nicht durch neue Trends oder prominente Creator, sondern durch eine wachsende Industrie aus KI-gesteuerten Accounts. Und die werden jeden Tag besser darin, unbemerkt zu bleiben. Eine neue Studie von AI Forensics zeigt, wie groß dieses Problem geworden ist und warum Kinder und Jugendliche davon besonders betroffen sind.
Julia von Weiler – seit vielen Jahren eine Stimme für den Kinderschutz
Julia von Weiler gehört zu den Menschen, die den Kinderschutz in Deutschland über Jahrzehnte geprägt haben. Seit Anfang der neunziger Jahre arbeitet sie unermüdlich daran, Kinder und Jugendliche besser zu schützen und die Öffentlichkeit über sexualisierte Gewalt und digitale Risiken aufzuklären. Sie war eine der ersten Stimmen, die früh erkannten, wie sich Übergriffe und Manipulation ins Internet verlagern und welche neuen Antworten Kinder und Familien brauchen.
Liebe Eltern, Kinder sind kein Content!
Kinder gehören nicht ins Internet! Und schon gar nicht in dem Ausmass, wie wir es heute sehen. Es geht längst nicht mehr nur um Fotos. Heute werden Videos geteilt, Alltagsszenen gezeigt, Geschichten erzählt, Daten veröffentlicht und sogar die Stimmen von Kindern landen online. Oft gut gemeint, oft aus Stolz, manchmal aus Routine. Doch die Folgen tragen später nicht wir, sondern unsere Kinder.
Roblox: Russland sperrt die Plattform & weitere Länder warnen vor massiven Risiken für Kinder
Ein Land zieht Konsequenzen. Russland hat Roblox komplett blockiert. Begründung: extremistische Inhalte, Gewalt, sexuelle Anspielungen, Glücksspielmechaniken und massive Gefährdungen für Minderjährige. Roblox ist weltweit eine der beliebtesten Plattformen für Kinder und eine der gefährlichsten. Wir haben euch gezeigt, welche Inhalte Kinder dort finden können, wie leicht Erwachsene Kontakt aufnehmen und wie offen, unkontrolliert und ungeschützt diese Spielwelt in Wahrheit ist.
Maja Sommer macht Kinder stark im digitalen Raum
Kinder und Jugendliche verbringen oft viele Stunden am Tag im digitalen Raum. Sie sehen Inhalte, die sie überfordern, sie berichten von brutalen Videos, von Nacktbildern, Fremdkontakten, Druck und Abhängigkeiten. Genau hier setzt Maja Sommer an. Ihr Ziel ist klar. Kinder sollen sich sicherer fühlen, kritischer werden, sich selbst besser schützen können und wieder mehr echte Momente erleben.
„Besorgniserregende Entwicklungen“: Brandenburger Ärzte fordern grundsätzliches Handyverbot an Schulen
Kinder brauchen Schutzräume. Das klingt selbstverständlich, ist in vielen Schulen aber längst eine tägliche Herausforderung. Der Tagesspiegel berichtet jetzt über die Forderung der Landesärztekammer Brandenburg nach einem grundsätzlichen Handyverbot an Schulen. Wir sind darauf sehr stolz, denn den Impuls für diese Forderung setzen wir mit “Medienzeit” bei einem Vortrag letzten Samstag gemeinsam mit der medizinischen Einordnung von Dr. Steven Rohbeck.
Landesärztekammer Brandenburg fordert Handyverbot an Schulen
Die Landesärztekammer Brandenburg fordert ein Handyverbot an Schulen, flächendeckend und verbindlich geregelt, insbesondere in Pausen und außerhalb des Unterrichts. Darüber hinaus braucht es klare gesetzliche Regelungen zur Medien- und Plattformnutzung für Minderjährige, bundesweite Aufklärungskampagnen, die Eltern, Schulen und Jugendliche über Risiken, Prävention und gesunde Mediennutzung informieren sowie eine Stärkung der Präventionsprogramme in Kitas, Schulen und Jugendeinrichtungen.
Gesa Gräfin von Schwerin macht Kinder stark gegen digitale Gewalt
Es gibt Menschen, die reden über digitale Risiken. Und es gibt Menschen, die jeden Tag damit arbeiten und Kindern, Jugendlichen und Eltern ganz konkret helfen. Gesa Gräfin von Schwerin gehört seit vielen Jahren zu den wichtigsten Stimmen im deutschsprachigen Raum, wenn es um Schutz vor digitaler Gewalt geht. Mit Law4School erreicht sie Schulen in ganz Deutschland mit Live Webinaren, Elternabenden und Angeboten für Klassen.
“Anton-App Coin-Hack”: Wie Kinder unbemerkt spielen statt lernen
Viele Eltern vertrauen darauf, dass ihr Kind mit der Anton-App lernt. Wir sehen ein Kind mit einem Tablet, wir hören den bekannten Anton-Ton, wir wissen, dass die Schule die App empfiehlt. Alles wirkt sinnvoll und harmlos. Doch in vielen Klassen passiert etwas völlig anderes. Kinder nutzen die Anton-App nicht zum Lernen, sondern zum Spielen. Und das bleibt oft unbemerkt. Der Grund dafür ist ein Trick, der sich seit Monaten in rasantem Tempo verbreitet. Es ist der sogenannte Coin Hack.