Alle Artikel aus unserem Blog in chronologischer Reihenfolge
Willkommen bei Medienzeit – dem Elternblog rund um Smartphones, Spiele, Social Media und alles, was Kinder heute digital beschäftigt.
Wir alle kennen die täglichen Fragen: Wann ist ein eigenes Handy sinnvoll? Wie lange dürfen Kinder spielen oder scrollen? Und was passiert eigentlich auf Plattformen wie TikTok, Instagram oder Roblox? Hier bei Medienzeit geht es nicht um Verbote, sondern um Verstehen. Wir zeigen, wie Kinder und Jugendliche Medien nutzen, warum sie sich davon so angezogen fühlen – und wo Risiken entstehen können. Von Medienerziehung über digitale Sicherheit bis zu Themen wie Social Media Sucht, Gaming, Datenschutz und Cybermobbing: Wir beleuchten, was Eltern wissen sollten – verständlich, aktuell und ohne Fachjargon.
Unsere Artikel verbinden Erfahrungen aus Familienalltag und Schule mit aktuellen Studien und Empfehlungen von Fachstellen. Wir erklären, wie man Einstellungen bei Apps und Geräten richtig nutzt, was hinter Trends steckt und wie man Kinder Schritt für Schritt zu einem bewussten Umgang mit Medien begleitet.
Ob Grundschule, Teenagerzeit oder erste Social-Media-Erfahrungen – wir wollen Eltern stärken, informierte Entscheidungen zu treffen. Denn Medien gehören längst zum Leben dazu. Entscheidend ist, wie wir sie gemeinsam nutzen.
Medienzeit liefert Orientierung, Praxiswissen und ehrliche Einblicke – für mehr Klarheit, Sicherheit und Gelassenheit im digitalen Familienalltag.
Polizei im Gaming: Warum virtuelle Streifen Kinder besser schützen können
Viele Eltern sehen Gaming zuerst als Spiel. Für Kinder und Jugendliche ist es aber längst mehr: ein sozialer Treffpunkt, ein Chatraum, ein Ort, an dem Freundschaften entstehen, aber eben auch Konflikte, Grenzverletzungen und Straftaten. Genau dort müssen daher Sicherheitsbehörden sichtbar, erreichbar und dialogfähig werden.
21 Tage ohne Smartphone - Das Handyexperiment: Schulklassen gesucht!
Was passiert, wenn Jugendliche 21 Tage lang freiwillig auf ihr Smartphone verzichten? Das Handyexperiment von Fabian Scheck hat in Österreich gezeigt, wie stark digitale Dauerpräsenz den Alltag prägt und wie spürbar sich Konzentration, Schlaf und soziale Dynamiken verändern können. Jetzt sind auch deutsche Klassen eingeladen, vor Ostern teilzunehmen und eigene Erfahrungen zu sammeln.
SPD will Social-Media-Verbot unter 14, und eine Jugendversion bis 16
Die SPD fordert ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren und eine verpflichtende Jugendversion bis 16 ohne Algorithmen und Suchtmechaniken. Der Vorstoß geht damit deutlich über Appelle an Medienkompetenz hinaus. Was bedeutet das für Familien, Schulen und den digitalen Alltag unserer Kinder?
Wenn Teenager zu Terroristen werden: Radikalisierung aus dem Kinderzimmer
Ein 14-Jähriger, der Waffenfantasien teilt. Ein 16-Jähriger, der in Chats „Heilige“ verehrt, also Attentäter glorifiziert. Und manchmal: ein Jugendlicher, der so weit geht, dass aus Worten Pläne werden. Genau dieses Muster beschreibt eine neue Auswertung des Landeskriminalamts Baden-Württemberg zur sogenannten Terrorgram-Szene.
KI-Nacktbilder in der Schule: Schüler suspendiert
Ein Schüler erstellt mit KI sexualisierte Bilder von Mitschülerinnen und wird suspendiert. Der Fall aus Österreich zeigt, wie leicht sogenannte Nudify-Apps zugänglich sind und warum Eltern jetzt handeln müssen.
Digitale Medien und Kinder: Ein Gesundheitsrisiko, das wir zu lange unterschätzt haben
In Kinderarztpraxen zeigt sich seit Jahren ein Muster, das sich nicht mehr ignorieren lässt. Konzentrationsstörungen, Schlafprobleme, Sprachverzögerungen, motorische Defizite, emotionale Dysregulation, Angstzustände und depressive Symptome treten immer häufiger auf. Auffällig ist nicht nur die Häufigkeit, sondern auch das Alter der betroffenen Kinder. Die Frage ist längst nicht mehr, ob digitale Medien Auswirkungen haben, sondern wie tiefgreifend sie sind und wie früh sie einsetzen.
KI als Kumpel: Wenn ChatGPT Nähe ersetzt und emotionale Abhängigkeit entsteht
Gastbeitrag von Maja Sommer
Immer mehr Kinder sprechen mit ChatGPT über Sorgen, Streit, Einsamkeit oder Liebeskummer. Was wie harmlose Hilfe wirkt, kann emotionale Nähe ersetzen und problematisch werden. Der Beitrag zeigt, warum KI kein emotionaler Unterstützer ist und wo echte Risiken beginnen.
Medienkompetenz allein reicht nicht – wo Aufklärung an ihre Grenzen stößt
Gastbeitrag von Jakob Kreiner
Soziale Medien sind aus dem Alltag kaum mehr wegzudenken. Neben positiven Aspekten bergen sie jedoch auch erhebliche Risiken. Eine häufig vorgeschlagene Maßnahme zum Schutz von Kindern ist die Förderung von Medienkompetenz und Medienbildung. Dieser Ansatz gilt als pädagogisch sinnvoll und langfristig wirksam, stößt in der Praxis jedoch auf erhebliche Grenzen.
Warum Messenger Dienste zur größten Herausforderung geworden sind
Gastbeitrag von Silke Müller
In Klassenchats, privaten Gruppen und Direktnachrichten entstehen Ausgrenzung, Demütigung und digitaler Druck oft unbemerkt von Erwachsenen. Warum gerade diese scheinbar privaten Räume Kinder besonders verletzlich machen, welche Rolle Cybermobbing, Nacktbilder und KI-generierte Inhalte spielen und warum Schutz, klare Regeln und Beziehung heute wichtiger sind als technische Lösungen.
Spotify, Amazon Music und co: Risiken von Audio-Streaming für Kinder & Jugendliche
Musik begleitet Kinder und Jugendliche durch den Alltag. Beim Spielen, beim Einschlafen, auf dem Schulweg, oft stundenlang über Kopfhörer. Für viele Eltern fühlt sich das sicher an. Musik ist schließlich nichts Neues. Sie gehört seit Generationen zum Aufwachsen dazu. Genau deshalb wird Audio-Streaming kaum hinterfragt. Während bei TikTok, Instagram oder YouTube sofort Alarmglocken schrillen, gelten Spotify oder Amazon Music als harmlose Nebenbei-Medien. Ein Eindruck, der trügt.
TikTok vor Milliardenstrafe: EU geht gegen „addictive design“ vor
Am 6. Februar 2026 hat die EU-Kommission TikTok öffentlich ungewöhnlich hart angezählt: In einer vorläufigen Bewertung kommt sie zu dem Schluss, dass TikToks „addictive design“ vermutlich gegen den Digital Services Act (DSA) verstößt. Im Mittelpunkt steht nicht ein einzelnes Video, nicht ein einzelner Creator, sondern das Grundprinzip der App: Sie ist so gebaut, dass man möglichst lange bleibt und möglichst schnell wiederkommt.
Cybermobbing: Wenn Angriffe nicht nach der Schule enden
Cybermobbing ist für viele Kinder und Jugendliche längst Teil ihres Alltags. Anders als klassische Konflikte auf dem Schulhof endet es nicht mit dem Klingeln. Es begleitet Kinder nach Hause, in ihr Kinderzimmer, oft bis spät in die Nacht. Für Eltern schwer zu erkennen, für Kinder noch schwerer, darüber zu sprechen. Genau deshalb ist es wichtig zu verstehen, was Cybermobbing ist, wie es abläuft, wo es stattfindet, warum immer mehr Unbeteiligte mitmachen, wie KI das Problem verschärft, welche Rolle Fotos spielen und wie Erwachsene konkret helfen können.
Pädokriminalität auf Roblox: Wenn Fremde im Kinderzimmer mitspielen
Roblox gehört zu den beliebtesten Online-Plattformen für Kinder und Jugendliche weltweit. Millionen Minderjährige sind dort täglich aktiv. Doch Recherchen, Studien und Ermittlungen zeigen seit Jahren eine andere Realität: Cybergrooming, sexuelle Belästigung, Erpressung und massive Schutzlücken sind Teil eines Problems, das weit über Einzelfälle hinausgeht.
Adiós, Social Media - Warum auch Spanien jetzt den Riegel vorschieben will
Nach Australien, nach Frankreich, nach Großbritannien, nach Debatten in Griechenland und Skandinavien will nun auch Spanien die Reißleine ziehen. Nicht aus Technikfeindlichkeit, sondern aus einem klaren politischen Befund: Der Schutz von Kindern wiegt schwerer als Reichweite, Wachstum und Werbeerlöse.
Auch Finnland erwägt Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige
In Finnland wird aktuell intensiv geprüft, ob Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren künftig gesetzlich von sozialen Netzwerken ausgeschlossen werden sollen. Die Debatte ist Teil einer internationalen Entwicklung, ausgelöst durch wachsende Sorgen um mentale Gesundheit, Konzentrationsfähigkeit und sozialen Druck im digitalen Raum.
Schule gegen Kinder: Zwischen Leistungsdruck, KI und verlorenen Schutzräumen
Am 2. Februar 2026 erscheint Silke Müllers neues Buch “Schule gegen Kinder” im Droemer Verlag. Es ist ihr bisher deutlichstes Buch. Diesmal geht es nicht um einzelne Missstände oder Symptome, sondern um das große Ganze. Um ein Bildungssystem, das strukturell gegen die Bedürfnisse von Kindern arbeitet und sie dabei oft selbst aus dem Blick verliert.
Cognitive Offloading: Wenn Denken ausgelagert wird und Fähigkeiten verloren gehen
Hausaufgaben gehen schneller, aber das Gelernte bleibt nicht. Kinder wirken technisch kompetent, sind aber überraschend unsicher, wenn das Smartphone fehlt. Sie fragen schneller nach Hilfe, geben schneller auf, zweifeln schneller an sich selbst. Das fühlt sich falsch an. Und es ist kein Zufall. Der Fachbegriff dafür lautet Cognitive Offloading.
TikTok und sexualisierte Gewalt gegen Kinder: Die Klagen in den USA
In den USA laufen derzeit mehrere Klagen gegen TikTok. Grundlage sind interne Dokumente, Untersuchungen von Bundesstaaten und Aussagen ehemaliger Mitarbeitender. Sie zeichnen das Bild einer Plattform, die seit Jahren von schweren Risiken für Kinder und Jugendliche weiß, darunter sexuelle Anbahnung, problematische Live-Inhalte und massive Lücken in der Moderation.
Nachts im Kinderzimmer: Endlose Chats, Doomscrolling & Zocken bis zum Morgen
Gastbeitrag von Monika Rath
Viele Eltern glauben, nachts ist endlich Ruhe. Aber im Kinderzimmer beginnt für viele Kinder dann erst die echte Medienzeit: Chats, Shorts, Games, heimlich unter der Decke. Dieser Text zeigt, was das mit Schlaf, Konzentration und Alltag macht und warum die wichtigste Regel oft die unbequemste ist.
Wenn Vertrauen ausgenutzt wird – wie sexuelle Übergriffe über Snapchat beginnen
Gastbeitrag von Alena Mess, Expertin für Prävention sexualisierter Gewalt an Kindern & Jugendlichen
Wie fangen sexuelle Übergriffe im Netz eigentlich an? Meistens nicht mit einer Drohung, sondern mit Lob und Bestätigung. Anhand eines realen Falls zeigen wir, wie Täter das Bedürfnis Jugendlicher nach Anerkennung ausnutzen, um Grenzen schleichend zu verschieben – und warum Scham oft die stärkste Waffe der Täter ist.