Alle Artikel aus unserem Blog in chronologischer Reihenfolge
Willkommen bei Medienzeit – dem Elternblog rund um Smartphones, Spiele, Social Media und alles, was Kinder heute digital beschäftigt.
Wir alle kennen die täglichen Fragen: Wann ist ein eigenes Handy sinnvoll? Wie lange dürfen Kinder spielen oder scrollen? Und was passiert eigentlich auf Plattformen wie TikTok, Instagram oder Roblox? Hier bei Medienzeit geht es nicht um Verbote, sondern um Verstehen. Wir zeigen, wie Kinder und Jugendliche Medien nutzen, warum sie sich davon so angezogen fühlen – und wo Risiken entstehen können. Von Medienerziehung über digitale Sicherheit bis zu Themen wie Social Media Sucht, Gaming, Datenschutz und Cybermobbing: Wir beleuchten, was Eltern wissen sollten – verständlich, aktuell und ohne Fachjargon.
Unsere Artikel verbinden Erfahrungen aus Familienalltag und Schule mit aktuellen Studien und Empfehlungen von Fachstellen. Wir erklären, wie man Einstellungen bei Apps und Geräten richtig nutzt, was hinter Trends steckt und wie man Kinder Schritt für Schritt zu einem bewussten Umgang mit Medien begleitet.
Ob Grundschule, Teenagerzeit oder erste Social-Media-Erfahrungen – wir wollen Eltern stärken, informierte Entscheidungen zu treffen. Denn Medien gehören längst zum Leben dazu. Entscheidend ist, wie wir sie gemeinsam nutzen.
Medienzeit liefert Orientierung, Praxiswissen und ehrliche Einblicke – für mehr Klarheit, Sicherheit und Gelassenheit im digitalen Familienalltag.
Digitale Gewalt: Wenn Kontrolle zur Liebe erklärt wird
Mehr als die Hälfte aller Jugendlichen erlebt in ihrer ersten Beziehung Gewalt. Das zeigen aktuelle Studien aus Deutschland und der Schweiz. Die häufigste Form ist nicht körperlich, sondern digital: sogenanntes “Monitoring”, also das ständige Überwachen, Mitlesen oder Einschränken der Kontakte des Partners oder der Partnerin. Was dabei oft harmlos klingt („Ich will nur wissen, mit wem du schreibst“) wird schnell zu Kontrolle. Viele Jugendliche halten das für normal oder sogar für ein Zeichen von Liebe. Doch genau hier beginnt digitale Gewalt.
Wie Kinder Apps vor Eltern verstecken und wie man sie findet
Kinder entdecken ständig neue Wege, ihre digitalen Freiräume auszubauen, dazu gehört auch das Verstecken von Apps auf dem Smartphone oder Tablet. Es kann dabei ganz harmlose Gründe geben (z. B. ein Spiel „heimlich“ ausprobieren), aber auch solche, die Eltern Sorgen machen: etwa ungeprüfte soziale Netzwerke, Chat-Apps oder andere Inhalte, die nicht altersgerecht sind. In diesem Artikel gehen wir darauf ein, wie Kinder Apps verstecken und vor allem, wie Eltern trotzdem solche Apps finden können.
ChatGPT: Wenn Kinder Antworten von einer Maschine suchen
Immer mehr Kinder und Jugendliche reden mit ChatGPT. Sie lassen sich Aufgaben erklären, suchen Rat oder probieren einfach aus, was passiert. Für viele ist der Chatbot wie ein digitaler Freund, der immer Zeit hat und nie genervt ist. Jetzt hat OpenAI, das Unternehmen hinter ChatGPT, neue Regeln eingeführt. Der Chatbot darf keine persönlichen Gesundheits- oder Rechtsfragen mehr beantworten.
Online Safety Act – Großbritanniens Versuch, das Internet sicherer zu machen
Mit dem Online Safety Act will die britische Regierung Kinder und Jugendliche besser vor Gewalt, sexuellen Inhalten, Mobbing und Manipulation im Netz schützen. Es ist eines der strengsten Internetgesetze der Welt, das auch die Plattformen endlich zur Verantwortung ziehen soll. Gleichzeitig zeigt es, wie schwer es ist, digitale Sicherheit tatsächlich umzusetzen.
Anja Henkes macht Medienbildung zur Aufgabe der ganzen Schule
Auch an der Goethe-Grundschule hören wir Sätze wie „Ich habe Angst vor YouTube“, „Ich finde abends den Aus Knopf nicht mehr“, „Ich habe das ganze Wochenende gezockt“ oder „Mir hat jemand ein Nacktbild geschickt und ich kenne den nicht“. Die Rückmeldungen aus allen Jahrgangsstufen zeigen, dass die Risiken real sind. Direktorin Anja Henkes nimmt nun Medienbildung in den Fokus: Aufklärung für Kollegium und Eltern, eine Steuergruppe für Medienkompetenz, Sprechstunden, Achtsamkeit im Unterricht und kreative Projekte mit den Kindern.
Apps sammeln die Daten unserer Kinder. Was sind sie wert?
Viele Eltern und Kinder wissen eigentlich, dass es nichts umsonst gibt. Auch Apps und Spiele nicht. Hinter jeder App stehen Menschen, die Gehälter brauchen. Entwickler haben Familien, zahlen Miete und haben ganz normale Rechnungen. Irgendwoher muss also das Geld kommen.vIn der Regel kommt das Geld über Werbung, Käufe in der App oder aus dem Verkauf von Daten, die beim Nutzen der App entstehen. Genau hier beginnt das Problem.
PolyBuzz: Warum die App für Kinder so gefährlich ist
Immer mehr Kinder und Jugendliche chatten mit künstlicher Intelligenz. Eine der bekanntesten Apps heißt PolyBuzz. Auf den ersten Blick wirkt sie harmlos. Man schreibt mit einer Figur, die freundlich ist, schnell antwortet und scheinbar echtes Interesse zeigt. Kinder und Jugendliche entwickeln schnell sehr starke Gefühle für “ihren” digitalen Freund. Und genau da beginnt das Problem.
Sharenting: Wenn Eltern viel zu viel teilen
Fotos vom ersten Schultag, das neue Fahrrad, ein Video vom Kindergeburtstag. Wir alle haben solche Momente schon geteilt. Oft aus Stolz, manchmal um Familie und Freunde teilhaben zu lassen. Doch was harmlos beginnt, hat einen Namen: Sharenting. Und es kann Folgen haben, die wir beim Posten kaum ahnen.
Jugendschutz im Netz: was wir von China lernen können
Der Schutz von Kindern im digitalen Raum ist keine Zukunftsfrage mehr, sondern eine der zentralen Aufgaben unserer Zeit. Während in Deutschland noch über Medienkompetenz, Verantwortung und Freiwilligkeit diskutiert wird, hat China längst gehandelt – mit klaren Regeln, technischen Grenzen und verbindlichen Pflichten für Plattformen wie Douyin, der chinesischen Version von TikTok.
Character AI zieht die Notbremse – Alterskontrolle voraus
Character.ai , eine der bekanntesten KI Plattformen für Jugendliche stoppt ihre Chatfunktionen. Der Grund: viel zu viele riskante Gespräche zwischen Chatbots und Minderjährigen. Was nach einem Schritt in die richtige Richtung klingt, ist nur der Anfang. Denn Kinder und Jugendliche wechseln dann einfach zu anderen Apps, die keine Grenzen kennen. Eltern sollten weiterhin unbedingt hinschauen und mit ihren Kindern reden, bevor andere es tun.
Kettenbriefe: Gewalt, Rassismus, Sex, gefährliche Challenges
Viele Eltern wissen gar nicht, was in den WhatsApp oder Signal Gruppen ihrer Kinder passiert. Was als harmloser Austausch über Schule oder Verein beginnt, wird schnell zu einem Ort, an dem Kettenbriefe, Angst, Gewaltvideos und gefährliche Mutproben kursieren.
Schulen und Vereine: Kinderfotos gehören nicht ins Netz!
Früher war das ganz normal. Nach dem Sommerfest kam das Gruppenfoto auf die Schulhomepage, nach dem Turnier landete das Mannschaftsbild auf der Vereinsseite. Alle waren stolz, die Kinder haben gewunken, niemand hat sich Gedanken gemacht. Heute ist das anders. Das Internet vergisst nicht. Was einmal online ist, bleibt dort – oft für immer. Und die Welt, in der unsere Kinder groß werden, ist eine andere geworden.
Frühkontakt nimmt zu: Mehr Smartphones bei Kleinkindern
Wir wissen, dass es falsch ist und sehen es trotzdem jeden Tag. Ein Kleinkind bekommt das Smartphone in die Hand, damit die Eltern kurz Ruhe haben. Für einen Moment ist es still. Doch dieser Moment hat einen hohen Preis, unter anderem Folgen für Sprache, Aufmerksamkeit und Bindung.
Wenn Minions töten - Gewalt getarnt durch KI
Ein gelber Minion mit Messer, Peppa Pig mit leerem Blick, Mario daneben: harmlos sieht das nicht aus – und ist es auch nicht. Doch genau solche Videos tauchen derzeit massenhaft auf YouTube, TikTok und Instagram auf. Sie wirken wie lustige Clips für Kinder, sind aber in Wahrheit etwas ganz anderes: verstörende, teilweise brutale Gewaltszenen, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) verfälscht wurden.
Tagesschau berichtet: Wenn KI zum perfekten Partner wird
Die Tagesschau berichtet über einen beunruhigenden Trend: Immer mehr Menschen – darunter auch Jugendliche – führen scheinbar echte Beziehungen mit KI-Avataren. Der digitale Freund hört zu, lobt, flirtet und ist rund um die Uhr erreichbar – ohne Widerworte, ohne Pause, ohne Grenzen.
Medienzeit jetzt auch auf LinkedIn – für Eltern, Schulen und Unternehmen
Viele von euch lesen unsere Artikel regelmäßig, teilen sie mit anderen Eltern oder nutzen sie in Schulen und Elternabenden. Dafür danken wir euch! Ab sofort sind wir auch auf LinkedIn – um unsere Themen noch stärker in die Gesellschaft zu tragen.
Buchtipp für Eltern:“Rettet die Kindheit” von Maja Lunde
Norwegen war eines der ersten Länder, das Schulen flächendeckend digitalisiert hat. Für viele galt das als Zukunftsmodell. Doch inzwischen zeigen Langzeitstudien deutliche Folgen: Kinder schlafen schlechter, bewegen sich weniger, können sich schwerer konzentrieren und verlieren den Bezug zu echten Erlebnissen. Diese Erkenntnisse haben in Norwegen eine große gesellschaftliche Debatte ausgelöst. Die norwegische Bestsellerautorin Maja Lunde, selbst Mutter von drei Schulkindern, hat diese Entwicklung über Jahre beobachtet. In Rettet die Kindheit fasst sie die neuesten wissenschaftlichen Studien zusammen und beschreibt eindringlich, warum Schlaf, Bewegung, Natur und Gemeinschaft die wahren Schutzfaktoren für das seelische Wohlbefinden von Kindern sind.
Meta kündigt neue Eltern-Kontrollen an – und schiebt die Verantwortung weiter
Wenn Meta neue „Kinderschutzfunktionen“ ankündigt, lohnt es sich, genau hinzusehen. Zu oft haben wir in den vergangenen Jahren erlebt, dass große Worte gemacht wurden und am Ende kaum etwas davon blieb. Jetzt also der nächste Versuch: Eltern sollen bald sehen können, mit welchen KI-Charakteren ihre Kinder auf Instagram, WhatsApp oder Facebook chatten, worüber sie sprechen und ob sie diese Funktionen sperren wollen.
EU-Update: Was das Parlament fordert, damit Kinder online sicherer sind
Die EU prüft Plattformen und plant strengere Regeln: Mindestalter, weniger Sucht-Design, bessere Altersprüfung. Was schon gilt – und was für Familien bald wichtig wird. Zur besseren Einordnung: Es handelt sich um einen Initiativbericht des EU-Parlaments: also erstmal um ein politisches Signal und noch kein Gesetz.
Warum Klassenchats mehr zerstören, als sie verbinden
„Darf ich in den Klassenchat?“ Fast alle von uns standen schon einmal an diesem Punkt. Es klingt harmlos, fast selbstverständlich. Doch wer einmal erlebt hat, was in solchen Chats wirklich passiert, weiß: Wir öffnen damit keine harmlose Spielwiese, sondern ein Tor zu einer Welt, die sie emotional oft überfordert.